Skip to main content

Hühner Freilauf – Der Boden

Wenn man Hühner artgerecht im Freilauf halten möchte, spielt der richtige Boden eine wichtige Rolle. Da die Hühner sehr viel scharren und picken, kann man zur Gestaltung des Bodens unterschiedliche Ideen benutzen. Es gibt auch die Möglichkeit, mehrere Bodenbeläge, wie Rasen, Beton und Sand miteinander zu kombinieren.

Rasen im Hühnerauslauf

Viele Besitzer stellen sich für ihre Hühnerhaltung eine gepflegte Rasenfläche vor. Da die Hühner aber gerne scharren und kratzen, können die Rasenflächen entsprechend schnell kaputt gehen. Wenn Sie Rasen für Ihren Auslauf haben möchten, sollten Sie einen robusten Spiel- und Sportrasen einsäen. Dazwischen lassen sich ein paar Kräuter anpflanzen, da so die Ernährung der Hühner vielseitiger wird. Düngen sollten Sie zum ersten Mal im Frühsommer und zum zweiten Mal im Spätsommer. Kompost eignet sich ebenfalls gut als Rasendünger.

Tipp: Außerdem ist es sinnvoll, die Fläche aufzuteilen und die Hühner jeweils nur auf eine Fläche laufen zu lassen. So kann sich die jeweils andere Fläche wieder erholen.

Verwendung von Rasengittersteinen

Eine weitere Möglichkeit für einen Hühnerauslauf ist es, Rasengittersteine zu benutzen. Dies sind rautenförmige Plastikgitter, die direkt in den Boden verlegt werden. Die Gitter besitzen Löcher, durch die das Gras hindurch wachsen kann. Die Hühner können das Gras dann einfach ab picken. Die Tiere können so allerdings nicht scharren, daher bleibt die Fläche immer relativ gepflegt.

Picken und Scharren im Sand

Hühner scharren und picken sehr gerne im Sand, daher sollte immer mindestens eine Stelle mit Sand im Auslauf vorhanden sein. Hierzu sollten Sie eine trockene Ecke des Geheges auswählen.

Die Sandschicht sollte eine Dicke von mind. 20 cm haben, da man ihn ansonsten ständig nachfüllen muss. Ein Nachteil von einem Sandboden ist, dass dieser schnell matschig wird.

Beton alleine reicht nicht

Wenn man Beton als Boden für den Auslauf verwendet, kann man sicher sein, dass das Gehege sauber und gepflegt bleibt.

Die Hühner haben auf Beton aber keine Möglichkeit, um zu scharren, so dass man ihnen eine Stelle mit Sand oder Erde anbieten sollte. Diese Stelle muss man dann regelmäßig austauschen.

Ursprünglicher Erdboden für den Auslauf

Wenn man den Ursprünglichen Erdboden einfach behält, kann man ebenfalls Schwierigkeiten bekommen: Der Boden kann sich verdichten, und man muss die Erde ständig neu auffüllen, da durch das Scharren der Hühner ansonsten Krater entstehen. Auch ist es hier schwieriger, die Exkremente der Hühner zu entfernen. Ein Bereich mit Erdboden sollte in einem guten Hühnerauslauf aber auf jeden Fall vorhanden sein.

Die Verwendung von Rindenmulch

Man kann sein Hühnergehege auch mit einer Schicht Rindenmulch (zerkleinerte Baumrinde ohne Zusätze) abdecken. Die Hühner untergraben den Rindenmulch meist schnell, wodurch der Boden lockerer wird und der Humusgehalt steigt. Dazu muss man allerdings manchmal gezielt zusätzlich düngen oder Kalk verteilen.

Vor- und Nachteile eines Kiesbetts

Wenn man Kies für einen Auslauf von Hühnern benutzt, sieht dies für den Besitzer schön aus. Für die Hygiene ist dies allerdings nicht zu empfehlen: durch das Scharren der Hühner und den Hühnerkot wirkt ein Kiesbett sehr schnell ungepflegt, und kann durch die eingebrachten Keime auch gesundheitliche Risiken für die Hühner bringen.

Wie sinnvoll sind Kombiböden?

Sehr sinnvoll ist es, wenn man unterschiedliche Beläge für das Freigehege kombiniert. Die Hühner brauchen in jedem Fall Platz zum Scharren und einen Teil für ein Sandbad, und für den Besitzer ist es wichtig, dass er den Auslauf relativ einfach pflegen und sauber halten kann. Jeder Bodenbelag hat auch seine eigenen Vorteile: Rasen ist ein natürlicher Belag, in dem die Hühner nach Würmern und Insekten suchen können. Allerdings kann der Boden sehr schnell aufweichen. Wenn man Stein oder Beton verlegt, können die Vögel ihre Krallen abschleifen und kürzen. Die Sauberkeit bei Stein oder Beton ist grundsätzlich besser als die bei der Verwendung eines Rasens.

Tipp: Büsche und Bäume sollten auch vorhanden sein, da sie den Tieren Schatten spenden können. Sie bieten auch ein Versteck, das die Tiere gerne nutzen, da sie es von ihrer Natur her gewöhnt sind.


Ähnliche Beiträge