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Kokzidien bei Hühnern

Kokzidien bei Hühnern – was tun?

Kokzidien bei Hühnern ist eine der meist gefürchtetsten Krankheiten jeden Hühnerhalters. Unbehandelt greifen Kokzidien bei Hühnern nicht nur schnell den gesamten Bestand an, sondern können im schlimmsten Fall sogar tödlich verlaufen. Damit es erst gar nicht zu so einem gravierenden Fall von Kokzidien bei Hühnern kommt, gibt es vorbeugende Maßnahmen. Um diese nutzen zu können, sollten Sie über das Krankheitsbild der Kokzidien ausreichend informiert sein und wissen, worauf es im Falle eines Falles ankommt.

Was ist Kokzidiose bzw. was sind Kokzidien?

Bei der Hühnerhaltung auf Auslauf achten.Kokzidien bei Hühnern sind eine parasitäre Geflügelerkrankung, welche in den verschiedenen Verdauungsabschnitten eines Huhnes bzw. generell bei Geflügel, Probleme verursachen kann und hoch ansteckend sind, weshalb schneller Handlungbedarf äußerst wichtig ist, wenn es zu einem Kokzidienbefall kommt.

Der Erreger Eimeria tenella sorgt im Blinddarm dafür, dass sich eine Entzündung des Drüsengewebes breitmacht, welche in den meisten Fällen blutig ist. Besonders Hühnerküken im Alter von sechs bis acht Wochen sind oft von Kokzidien betroffen. Älter Tiere hingegen sind oft nur Träger von Kokzidien, weisen jedoch kein Krankheitsbild auf. 80 % der Betroffenen Hühner sterben bei der Kokzidiose durch Verbluten.

Außerdem gibt es die Kokzidiose Infektion im Dünndarm, welche auf vorwiegend bei Jungtieren auftritt, aber auch Alttiere befällt. Diese äußert sich durch eine Dünndarmentzündung, welche mit punkförmigen Blutungen und Gewebszerfall einhergeht. Ursache hier für sind verschiedene Kokzidienarten, welche auch kombiniert ihren Schaden anrichten können. Tritt die Kokzidiose im Enddarmbereich auf, kommt es seltener zu Blutungen, sondern eher zu schleimigem Stuhlgang. Die Todesursache bei Dünndarmkokzidiose und Enddarmkokzidiose liegt hier bei etwa 30 % durch Flüssigkeitsverlust.

Kokzidien bei Hühnern – Symptome und Behandlung

Ein Hühnerkauf ist immer Vertrauenssache.Erste Symptome für Kokzidien bei Hühnern sind Appetitlosigkeit, Abgeschlagenheit, Schwäche und Abmagerung. Kommt es zu blutigen Durchfällen, ist mit großer Wahrscheinlichkeit von einem Kokzidienbefall auszugehen, während schleimiger Durchfall, wie er bei der Enddarmkokzidiose oder Dünndarmkokzidiose auftritt, auch von der Fütterung auftreten kann. Um wirklich sicherzugehen, um welche Kokzidiose es sich handelt, muss ein Tierarzt jedoch eine Kotuntersuchung vornehmen. Entsprechend des jeweiligen Erregerstamms wird dann auch die medikamentöse Behandlung ausgeführt. Meistens werden die Medikamente über das Wasser verabreicht. Oft wird auch eine zusätzliche Behandlung mit Multivitaminpräparaten nahegelegt, welche sie in entsprechenden Onlineshops erhalten.

Vorbeugende Maßnahmen gegen Kokzidien bei Hühnern

Die beste vorbeugende Maßnahme gegen Kokzidien nützt nichts, wenn die Haltungsbedienungen nicht entsprechend dem Bestand angepasst sind. Hoher Bestand sowie mangelnde Hygiene sollte somit dringend vermieden werden. Dadurch wird den Kokzidien schon ein wichtiger Lebensraum genommen. Kokzidien mögen es wie nahezu alle Einzeller feucht, nährstoffreich und warm. Ausgeschieden werden die Kokzidien von älteren Tieren, welche ohne Krankheitsbefund sind, da sie die Krankheit in jüngeren Stadien bereits durchlaufen haben. Die Kokzidien schlummern also im Kot der Alttiere. Ausgeschieden in der Einstreu oder auf dem Boden des Auslaufs, gelangen die Kokzidien über das Futter, in den Organismus der Jungtiere oder schwacher Tiere.

Bei der Hühnerhaltung immer auf den Schutz ihrer Lieblinge achten.Die Ansteckungsgefahr ist bei Kokzidien besonders hoch, da Kokzidien äußerst umweltstabil sind, sprich, sie können in einer Umgebung Jahre lang überleben und sind dabei hoch infektiös. Eine penible Stallpflege und Hygiene mit entsprechenden Desinfiktionsmitteln ist daher unerlässlich. Entsprechende Hygieneprodukte und Desinfiktionsmittel erhalten Sie in entsprechenden Onlineshops. Nicht immer lässt sich ein Befall vermeiden. Selbst bei übertriebender Hygiene kann es zu einem Kokzidienbefall kommen. Dennoch sollte Hygiene und Sauberkeit an erster Stelle stehen, um den Schaden möglichst gering zu halten. Ein Kokzidienschaden kann schnell hohe Kosten verursachen, welche sich aus dem Bestandverlust und der Gabe von Antikokzidia zusammensetzen.

Außerdem besteht die Möglichkeit, prophylaktisch ein Kokzidiostatikum zu verabreichen. Einwöchige Küken können zudem mit einer entsprechenden Schutzimpfung geimpft werden. Dieser Lebendimpfstoff wird über das Wasser aufgenommen und hilft den Hühnern dabei, ein Leben lang gegen Kokzidien Immun zu bleiben. Kommt es dennoch zu einem Fall mit Kokzidien, sollte schnell gehandelt werden, damit sich der Befall nicht auf den gesamten Bestand ausbreitet. Infizierte Tiere sollten von anderen unbedingt getrennt werden und die gesamte Umgebung, sowie das Zubehör sollten gründlich desinfiziert und gereinigt werden. Die oben genannten Ratschläge wirken vorbeugend. Kommt es jedoch zu einem Befall, ersetzen sie keinen ätzlichen Befund oder eine Behandlung.

Kokzidien bei Hühnern – Maßnahmen im Überblick

  • keine Überbestände von Geflügel halten
  • penible Stallpflege
  • hygienisch desinfizieren
  • prophylaktisch Kokzidiostatikum verabreichen
  • Schutzimpfung mit einer Woche gegen Kokzidien bei Hühnern
  • regelmäßig Kot entfernen
  • bei Verdacht auf Kokzidien einen Tierarzt rufen
  • gesunde Tiere von kranken trennen

Fazit – Kokzidien bei Hühnern

Kommt es zu einem Befall von Kokzidien bei Hühnern, besteht ein hohes Ansteckungsrisiko und in schlimmsten Fällen verläuft die Krankheit tödlich. Um Kokzidien bei Hühnern zu vermeiden, sollte die Stalhygiene an erster Stelle stehen. Nicht immer lässt sich der Befall von Kokzidien bei Hühnern vermeiden. Kommt es zu Kokzidien sollte ein Arzt aufgesucht werden, welcher entsprechende Schritte gegen die Kokzidien bei Hühnern einleitet.

Zuletzt geändert am: 14. Mrz 2018 @ 13:13


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