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Milben im Hühnerstall bekämpfen

Milbenplage im heimischen Hühnerstall bekämpfen

Hühner zu halten ist eine Freude, die täglichen frisch gelegten Eier und der persönliche Bezug zu den Tieren sorgen nicht nur in Deutschland für immer mehr Kleingruppen von Hühnern in privater Haltung. Die Tiere brauchen nicht allzu viel Platz, können in einem großen Garten gehalten werden und sofern eine robustere Rasse ausgesucht wurde, ist die Pflege der gefiederten Hausgenossen auch nicht zu aufwendig. Doch was tun, wenn Ihre Hühner auf einmal von Milben geplagt werden?

Im Folgenden erhalten Sie Ratschläge und Tipps, um einer akuten Milbenplage Herr zu werden und das Wohlbefinden Ihrer Tiere wiederherzustellen.

Was bedeutet eine Milbenplage?

Um den Ausbruch der Spinnentiere zu verstehen und effektiv zu bekämpfen, ist es angebracht, einen kurzen Blick auf die Milben selbst zu werfen.

Generell wird bei Vogelmilben, die mit Vorliebe Hühner befallen, weil diese sich fast ständig am selben Ort befinden, zwischen der nordischen und der roten Vogelmilbe unterschieden. Die rote Unterart ist dabei besonders tückisch, denn sie verbreitet sich schnell, springt in kurzer Zeit auf nicht befallenen Tiere über und findet auch in den kleinsten Ritzen eines Stalls Rückzugsorte.

Zudem schwächt der Befall mit der rein nachtaktiven roten Vogelmilbe die Hühner sehr, über Wochen hinweg wird ihnen so viel Blut entzogen, dass ihre Legeleistung sinkt und sie energie- und kraftlos wirken. Auch für Sie als Halter sind Milben nicht ungefährlich: Bei häufigem Kontakt mit deren Ausscheidungen kann sich beim Menschen eine Allergie entwickeln, die zu Asthma und Atemproblemen führt.

Aktiv gegen die Milbenplage vorgehen – aber wie?

Hühner werden sehr oft von Vogelmilben befallen, daher gibt es auf dem Markt verschiedene Mittel, mit denen Sie gegen die Spinnentiere vorgehen können. Diese Insektizide sollten jedoch nur als allerletztes Mittel betrachtet werden, da sie sich aus starken Chemikalien zusammensetzen und bei nicht korrekter Anwendung Ihnen und Ihren Hühnern schaden können. Seien Sie außerdem besonders vorsichtig in Bezug auf die Art der Anwendung: Insektizide sind chemische Produkte, die bei unsachgemäßer Anwendung sowohl Ihnen als auch den Tieren schaden können.

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Als schonende Alternative zu den chemischen Keulen sollten Sie den Hühnerstall ausgiebig säubern, für die erste Reinigung bietet sich ein Hochdruckreiniger oder ein Gartenschlauch an, der die Schädlinge einfach aus ihren Verstecken herausspült. Vergessen Sie dabei die kleinen Ecken nicht, denn Milben verstecken sich in winzigen den Ritzen eines Stalls und sogar in Stroh, das länger nicht ausgetauscht wurde. So sind sie bei Tageslicht so gut wie unsichtbar und fallen nicht auf. Diese folgenden Bestandteile sollten Sie besonders gründlich desinfizieren, um den Milben die Grundlage zu entziehen:

Die Legenester, die Sitzstangen der Hühner, die zugehörigen Aufhängungen sowie alle kleinen Spalten und Ritzen des Stalls. Des Weiteren sollten bei einem Milbenbefall alle Abdeckungen, wie z. B. Bretter, entfernt werden, um die darunterliegenden Verstecke der Milben ebenfalls mit einem starken Wasserstrahl zu säubern. Um dieses Vorgehen noch effektiver zu machen, können Sie dem Wasser Seife oder Essig beimischen.

Für die Reinigungslösung empfiehlt sich konzentriertes Essigwasser, geben Sie dazu etwa 300 Milliliter Essig auf einen Liter heißes Wasser. Zusätzlich können Sie besonders stark befallene Stellen mit Essigessenz oder Eukalyptusöl einreiben, diese Flüssigkeiten wirken durch ihren intensiven Geruch abschreckend auf die Schädlinge. Vorhandene Einstreu oder Stroh sollte unbedingt ausgetauscht werden, wie bereits erwähnt verstecken sich Milben auch in bereits länger herumliegendem trockenen Gras und Stroh.

Einen Hühnerstall können Sie auch selber bauen, statt ihn zu kaufen.Befreien Sie auch den gesamten Stall von angetrockneten Kotresten, dazu können Sie einen Spachtel oder ein Messer verwenden. Die Verschmutzungen befinden sich vor allem an den Sitzstangen, den Hühnerleitern, den Kotbrettern und am Einstieg der Legenester. Sind einige Reste von Kot besonders hartnäckig, können Sie die Gegenstände beispielsweise in der Regentonne einige Stunden einweichen, danach lässt sich alles einfach entfernen.

Hilfreich ist auch die anschließende Versiegelung der Lebensräume der Milben im Stall: Werden offene Spalten, Ritzen und kleine Hohlräume im Stall mit Silikon oder einem anderen Füllmaterial abgedichtet, können die Schädlinge darin keinen Unterschlupf mehr finden. Silikon hat außerdem den Vorteil, dass es Temperaturschwankungen gut standhält und kaum empfindlich gegenüber der Luftfeuchtigkeit ist.

Das sogenannte Abflammen ist eine weitere effektive Maßnahme für die Bekämpfung der Milben: Dabei wird der Stall mit einem Gasbrenner durchkämmt. Das Abflammen eignet sich jedoch nur für Ställe, die nicht aus Holz bestehen, außerdem müssen alle brennbaren Objekte wie Kotstangen, Legenester, etc. umfassend entfernt werden.

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Alternativ zu den Insektiziden können Sie auch auf eine natürliche Kieselgur zurückgreifen, dieses Pulver wird großflächig im Stall verteilt, umschließt den Panzer der Milben und trocknet sie damit effektiv aus. Auch die Hühner sollten Sie mit dem Pulver behandeln, denn wenn sich noch einige Exemplare der Spinnentiere in deren Federn verstecken, breiten sie sich sonst schnell wieder im ganzen Stall aus.

Die Kieselgur wirkt am besten in Kombination mit der regelmäßigen Reinigung von Ställen und wenig Luftfeuchtigkeit, dort haben die Milben deutlich weniger Chancen Fuß zu fassen. Achten Sie bei der Kieselgur darauf, die Tiere nur im Freien damit einzureiben und den Schnabel so gut wie möglich abzuschirmen.

Die extrem feinen Staubpartikel gelangen sonst leicht in die Atemwege, tragen Sie selbst zur Sicherheit ebenfalls einen Mundschutz. Die Kieselgur können Sie bequem und direkt von unserer Webseite beziehen. Dieses natürliche Biozid ist für Mensch und Tier deutlich verträglicher und risikoärmer als Insektizide, es besteht fast ausschließlich aus den pulverisierten Schalen von abgestorbenen Kieselalgen und ist somit pflanzlich.

Wie erkennen Sie einen Milbenbefall frühzeitig?

Ein Hahn gehört oft zur Huehnerhaltung dazu.Vorbeugung ist wie so oft auch hier das beste Mittel. Kontrollieren Sie Ihre Tiere regelmäßig auf Milbenbefall, besonders unter den Flügeln und im Flankenbereich nisten sich Milben bevorzugt ein. Ein weiteres Anzeichen ist nächtliche Unruhe unter den Hühnern:

Durch die nachtaktiven Milben zeigen sie Anzeichen von Ruhelosigkeit, sie stochern mit den Schnäbeln in ihrem Gefieder herum, um den Juckreiz zu lindern und schütteln sich ausgiebig. Wenn Sie den Verdacht hegen, dass Ihre Hühner von Milben befallen sein könnten, überprüfen Sie ihn unbedingt nachts im Stall. Die Milben kommen jetzt aus ihren Verstecken hervor und befallen die Tiere, mit einer Taschenlampe können Sie die roten Spinnentiere leicht auf den Sitzstangen und den Beinen des Federviehs ausmachen.

Kann Milben überhaupt vorgebeugt werden?

Jeder Hühnerhalter sieht sich früher oder später mit Milbenbefall konfrontiert.
Es ist lediglich eine Frage der Zeit, da die Spinnentiere nur schwer vernichtet werden können und das Risiko eines erneuten Befalls hoch ist. Wenn Sie die Parasiten jedoch frühzeitig entdecken, stehen Ihre Chancen gut, die Plage ohne den Einsatz von chemischer Keulen loszuwerden.

Daher ist eine regelmäßige Kontrolle der gefiederten Lieblinge unbedingt ratsam, wenn Sie bei einzelnen Tieren einen Befall feststellen, sollten Sie diese von den anderen nicht befallenen Hühnern isolieren. Die Kieselgur können Sie auch bei einzelnen Tieren anwenden und wiederholen, da Milben äußerst zäh und langlebig sind und sie sie in einzelnen Fällen solche Maßnahmen überleben können.

Generell fühlen sich die Schädlinge in einer Umgebung mit Temperaturen zwischen 10 und 15 Grad und einer hohen Luftfeuchtigkeit am wohlsten, diese Bedingungen finden sie in Hühnerställen häufig. Achten Sie deshalb auf eine regelmäßige Kontrolle und Sauberkeit im Stall, Ihre Hühner werden es Ihnen auf jeden Fall danken.


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