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Milben vorbeugen: Sitzstangen als Barrikade verwenden

Sitzstangen als Barriere einrichten

Wenn Ihre Hühner an Legeleistung nachlassen und an Vitalität verlieren, könnte das ein Zeichen für einen Milbenbefall sein, welcher tödlich enden kann. Speziell die rote Vogelmilbe, die sich schnell vermehrt, ist ein gefährlicher Ektoparasit. Er sitzt auf den Hühnern, ernährt sich vom Blut und überträgt gefährliche Krankheiten.

Tagsüber verstecken sich die Milben zwischen Brettern und in Spalten des Stalls. In der Nacht krabbeln sie über die Sitzstangen auf die schlafenden Hühner. Die Henne hat keine Chance gegen die Blutsauger und wird mit der Zeit immer schwächer. Federnpicken oder eine blasse Färbung der Kämme und Kehllappen können Hinweise auf Milben geben. Dies erfordert eine schnelle Handlung in der Milbenbekämpfung, wie die Behandlung der Sitzstangen als Barriere zwischen Hühnern und Milben.

Die Ölbehandlung der Sitzstangen

Ein wirksames Mittel ist es, alle 3 Tage, die Stange mit öligen Substanzen einzupinseln. Ein Pinsel und ein gewöhnliches Salatöl reichen hierfür aus. Einige Züchter nehmen auch Benzin, Motoröl oder Ballistol, ein Universalöl. Wobei jeder Züchter auf Nebenwirkungen achten sollte. Je öfter Sie die Sitzstangen einpinseln, umso mehr saugt sich das Holz voll und es entsteht eine abwehrfähige Barriere. Die Milben kleben und verenden an der Stange. Handwerklich begabte Hühnerhalter bauen sich eine Konstruktion, bei der sie die Enden der Sitzstange in ein Ölbad stellen, damit die Milben gar nicht erst heraufkommen können.

Doppelseitiges Klebeband

Eine einfache und wirkungsvolle Barriere lässt sich auch durch doppelseitiges Klebeband errichten. Dazu wickeln Sie das Klebeband um die Enden der Sitzstangen. So bleiben die Milben daran kleben und können nicht weiter zu den Hühnern gelangen. Dies ist außerdem eine Methode, um einen Verdacht auf Milbenbefall zu sichern, der dann offensichtlich wird. Das Klebeband sollte fast täglich ausgewechselt werden, da es sehr schnell verschmutzt.

Vorbeugende Maßnahmen

Um den Milben auf den Sitzstangen oder im Stall entgegen zu wirken, können Sie auch eine Wärmebehandlung mit einem Heißluftgebläse durchführen.

Der beste Schutz gegen Milben ist jedoch die Vorbeugung. Präventive Maßnahmen sind Sauberkeit und Hygiene bei der Stallpflege. Speziell die Sitzstangen können Sie gut mit einer Seifenlauge reinigen.
Da sich Milben gerne im Stroh verstecken, muss regelmäßig gemistet werden. Verwenden Sie im Sommer Sand als Einstreu oder mischen Sie Wallnussblätter unter gehäckseltem Stroh, um dem Milbenbefall vorzubeugen. Auch die Verwendung von Asche unter dem Einstreu oder Hanfhäckselstreu hat sich bewährt.

Es gibt unbedenkliches Hühnerfutter gegen Milben, welchem Kräuter und ätherische Öle beigemischt sind. Diese Kräuter gelangen ins Blut und verändern den Geruch des Huhns. Sehr effektiv ist es, wenn Sie den gesamten Stall mit Kieselgur, einer biologischen, pudrigen Substanz aus Kieselalgen, behandeln. Die Hühner selber können damit eingepudert werden oder Sie geben das Pulver ins Staubbad. Es gibt auch Kieselgur in wasserlöslicher Form. Mit einem handelsüblichen Sprühgerät verbreitet, gelangt das Mittel in die kleinsten Ritzen und erzielt eine große Wirkung.

Bei der Vorbeugung und Bekämpfung von Milben können Sie sich des Kokosöls bedienen. Die im Kokosöl enthaltene Laurinsäure verklebt die Atmungsorgane der Milben. Wer chemische Insektizide benutzen möchte, sollte sich über die Toxizität für die Hühner und über die Resistenzproblematik im Klaren sein.


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