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Pflanzenbewuchs im Hühnerauslauf

Für Hühnerhalter ist der passende Pflanzenbewuchs im Hühnerauslauf sehr wichtig, da Hühner grundsätzlich keine weiten Flächen ohne passende Schutzmöglichkeiten mögen. Diese Angst ist genetisch bedingt, da die Hühner in freier Natur Schutz vor Raubvögeln suchen mussten. Daher sollte man den eigenen Hühnern auch viele passende Verstecke anbieten.

Was braucht ein gutes Freigehege für Hühner?

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Wenn Sie darüber nachdenken, Ihre Hühner in einem Freigehege zu halten, müssen Sie zuerst den passenden Boden und die richtige Größe für das Freigehege finden. Das Gehege sollte einen Sonnenbereich und ein Sandbad besitzen.

Auch Schattenplätze und Scharrflächen sind für die Tiere wichtig. Da Hühner gerne im geschützten Unterholz leben, sind Möglichkeiten für einen Unterschlupf und für eine gute Deckung notwendig. Hierfür eignen sich Bäume und Büsche.

Welche Pflanzen eignen sich für ein Freigehege?

Die Pflanzen, die Sie auswählen, sollten sehr robust und haltbar sein, da die Hühner gerne an den Bäumen scharren oder mit ihren Schnäbeln picken, gehen die Pflanzen sonst schnell kaputt. Sträucher, die einen lederartigen Wuchs haben, sind hierfür gut geeignet, wie z.B. Nadelbäume oder kiefernartige Koniferen. Auch Beerensträucher wie Brombeeren, Himbeeren, Johannisbeeren, Ebereschen oder Schlehen sind hübsch und praktisch, und die Hühner können auch von den Früchten fressen. Außerdem ziehen diese Pflanzen auch Insekten an, was ebenfalls ein gefundenes Fressen für die Hühner ist. Die Sträucher bieten auch einen idealen Schutz gegen Wind und Sonnenstrahlen.

Tipp: Es muss besonders darauf geachtet werden, dass gerade den Büschen, Sträuchern oder Bäumen, die angepflanzt oder von Hühnern bepickt wurden, regelmäßig Nährstoffe bekommen.

Weitere Möglichkeiten für ein Außengehege für Hühner

Für die Hühner sollten auch weitere Gelegenheiten geboten werden, die ihnen einen Unterschlupf bieten: z. B. Steinhaufen, Holzstapel, Hecken, Büsche oder auch eine alte umgedrehte Schubkarre. Für die Hühner auch gut geeignet ist ein Komposthaufen: hier können die Tiere Futter suchen oder auch darin scharren.

Tipp: Falls Sie neue Pflanzen in ihrem Gehege anpflanzen wollen, sollten die die Wurzeln mit Steinen oder mit einem Draht abdecken. So verhindern sie, dass ihre Hühner die Wurzeln anpicken und damit beschädigen. Der Schutz sollte 2-4 Monate andauern, dann ist die Pflanze meist gut verwachsen.

Pflege der Sträucher und Hecken

Wenn die Sträucher und Büsche im Gehege angepflanzt sind, sollten sie zur Pflege regelmäßig geschnitten werden. Falls Sie kleine Hecken und einzelne Büsche pflegen müssen, benutzen Sie eine einfache, manuelle Heckenschere. Aber auch größere Hecken müssen regelmäßig geschnitten werden. Hierzu können Sie eine elektrische, motorbetriebene Heckenschere verwenden.

Tipp: Günstiger sind die elektrischen Heckenscheren*, hierzu benötigen Sie aber eine Steckdose in Reichweite. Akku Heckenscheren* bieten daher viele Vorteile, da sie ohne Netzkabel auskommen.

Welche Pflanzen sind für Hühner giftig?

Auch das Anpflanzen von giftigen Pflanzen ist für Hühner normalerweise nicht gefährlich: die Hühner wissen von alleine, ob eine Pflanze giftig ist. Wenn die Hühner genug zu Fressen finden, bedienen sie sich nicht bei den giftigen Pflanzen. Einige Pflanzen, wie der Buchsbaum*, die Becher-Primel, der Besenginster oder das Bilsenkraut sind allerdings für Vögel stark giftig und sollten daher auch in einem Auslauf für Hühner nicht angepflanzt werden. Auch die Eibe, der Farn, das Efeu, das Johanniskraut, Maiglöckchen, Rhododendron die schwarze Tollkirsche und der Rittersporn gelten als giftig und sollten bei den Hühnern im Gehege nicht angepflanzt werden.

Die Vorlieben der Hühner

Hühner können gut im Garten gehalten werden.Hühner haben einen besonders guten Tastsinn, um ihr Futter auszuwählen. Sie fressen gerne zarte, dickblättrige Pflanzen. Auch bittere Pflanzen wählen sie gerne, wie Klee oder Löwenzahn.

Zähe, reißfeste und derbe Pflanzen nehmen sie hingegen eher weniger. Da Hühner sehr viel scharren, und ihre Krallen am Boden wetzen, wird die grüne Grasfläche meist stark belastet. Daher sollte die Zahl der Hühner unbedingt an die Größe des Freigeheges angepasst werden.

Gesunde Hühner durch die richtige Pflanzenauswahl

Die Beeren der Sträucher enthalten zahlreiche Vitalstoffe, die das Immunsystem der Tiere stärken. Auch müssen die Hühner sich anstrengen, oder ein wenig in die Höhe springen, um die Beeren und Früchte zu erreichen. So bleiben sie beweglicher und gesünder. Menschen können die höher gelegenen Früchte nutzen, um die Hühner zu füttern. So werden die Tiere auch zutraulicher.

Tipp: Wenn Sie Sträucher mit Beeren anpflanzten, sollten sie dafür sorgen, dass um den Stamm herum feiner Sand gestreut wird. So können die Hühner ein Sandbad nehmen, was sie sehr gerne nutzen.

Passendes Saatgut für den Hühnerauslauf

Die Pflanzen im Hühnerauslauf haben viele Funktionen: sie spenden Schatten, bieten eine Futterergänzung oder zäunen das Gelände ein. Als Besitzer ist es für Sie wichtig, dass die Pflanzen belastbar sind und der Boden leicht gepflegt werden kann. Als Saatgut eignen sich hier einige Pflanzen besonders gut: das Deutsche Weidelgras, der Rotschwingel und der Weißklee. Diese Pflanzen können ab März ausgesät werden. Längerispen und der haarblättrige Schwingel kommen ebenfalls in Frage. Auch der Buchweizen und der Staudenroggen sind sinnvoll.

Sie werden ab Mai/ Juni gesät und dienen damit als Nachsaat und auch zur Begrünung. Das Deutsche Weidelgras, das Straußgras und der Weißklee sind zur Bepflanzung schon etwas weniger gut geeignet. Ein Grasbestand ist grundsätzlich für die Hühner sehr wichtig. Auf einer Wiese finden die Tiere viel mehr Nahrung wie Insekten, Würmer und Schnecken als unter einem Busch. So bekommen die Tiere auch das nötige Eiweiß. Daher sollte die Wiese aus vielen Pflanzen bestehen und nicht nur aus einem englischen Rasen.

Welche Heilkräuter eignen sich für Hühner?

Es gibt auch einige Heilkräuter, die sich speziell für die Haltung von Hühnern eignen: dazu gehören Basilikum, Beifuß, Borretsch, Brennnesseln, Dill, Estragon und Giersch, Hopfen und Holunder. Auch Kamille, Kapuzinerkresse, Knoblauch, Koriander und Lavendel werden gerne von den Hühnern genommen.

Das Pflanzen von Büschen und Bäumen im Außengehege

Bäume sollten im Freigehege für Hühner nur angepflanzt werden, wenn auch genug Platz vorhanden ist. Von Vorteil ist es, wenn man in einer Ecke Nadelbäume und in der anderen Ecke Laubbäume anpflanzt. Nadelbäume können den Wind gut abhalten und bieten den Hühnern Schutz. Laubbäume lassen leichter etwas Sonnenlicht auf die Erde. Wenn man Büsche anpflanzen möchte, sind Holunderbüsche gut geeignet.

Die Sträucher wachsen sehr rasch und bieten schon nach einem Jahr einiges an Schatten für die Tiere an. Bäume und Büsche können die Hühner auch vor Raubvögeln, wie etwa Habichten beschützen. Wenn man Bäume und Büsche anpflanzen will, sollte man die Hühner noch etwa ein Jahr von ihnen fernhalten, damit sie die Bäume an den Wurzeln nicht mit ihren Schnäbeln beschädigen. Falls Sie also planen sich Hühner im Freigehege zu halten, sollten sie mit der Planung schon frühzeitig beginnen. Am Rand des Auslaufs sollten Sie eher Hecken anpflanzen, die z. B. den Wind etwas abhalten können. Hier begeben sich die Hühner im Sommer gerne in den Schatten.

Wenn der Auslauf für die Hühner für Büsche oder Bäume nicht groß genug ist, können Sie als Schattenspender auch Bretter oder Schilfmatten aufstellen. An diese Orte ziehen sich die Hühner immer gerne zurück. Hier können Sie zusätzlich auch Trinkwasser für die Tiere anbieten.


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