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Verhalten des Huhns

Das Haushuhn

Das Haushuhn stammt vom Ostasiatischen Wildhuhn ab. Im Laufe der letzten Jahrhunderte wurden aus diesem Wildhuhn über 500 verschiedene Hühnerrassen gezüchtet. Alleine in Europa gibt es über 200 offiziell eingetragene Rassen. Jede einzelne Hühnerrasse bringt Besonderheiten mit sich.

So unterschieden sie sich in Farbe und Form, in der Struktur des Federkleides, in der Größe und sogar in der Farbe ihrer Eier. Auch entscheiden Zuchtform und Rasse darüber, wie viele Eier gelegt werden, ob weiterhin ein Bruttrieb vorhanden ist und sogar, ob ein Huhn in die Mauser kommt oder nicht.

Hühner erreichen eine Lebenserwartung von bis zu 12 Jahren. Einige Hühnerrassen gelten als ganz besonders robust, während andere krankheitsanfällig sind und auch früher sterben. Auch entscheidet häufig die Rasse darüber, wie handzahm ein Huhn werden kann und wie verträglich es mit Artgenossen ist. Eine erfolgreiche Hühnerhaltung geht mit der passenden Hühnerrasse einher. Nicht jedes Huhn passt zu jedem Halter.

Viel Platz und frische Luft

Hühner brauchen viel Platz. Je größer die Hühnerschar, desto mehr Platz benötigt diese. Hühner in zu kleinen Gehegen geraten schnell unter Stress und beginnen anderen Hühnern gegenüber aggressiv zu reagieren. Schlimmstenfalls nehmen sie kanibalistisches Verhalten an und beginnen sich gegenseitig totzupicken und im Anschluss aufzufressen.

Auch neigen sie in einer stressauslösenden Haltung dazu, sich die eigenen Federn auszurupfen. Um ein möglichst stressfreies Umfeld zu schaffen, sollten sowohl der Hühnerstall, als auch der tägliche Auslauf über ein großes Platzangebot verfügen. Je nach Größe der Rasse sollte jedem einzelnen Huhn ein 10 – 20 qm großes Grundstück zur Verfügung stehen. Auch sollte das Grundstück umgegraben werden dürfen, denn Hühner lieben es, zu scharren und zu buddeln.

Dazu sollten ihnen ausreichend viele Möglichkeiten geboten werden. Da Hühner in der Natur auf Bäumen übernachten, sollte der Hühnerstall mit ausreichend vielen Stangen ausgestattet werden, damit jedes Huhn seinen Platz bekommt und nicht darum kämpfen muss. Die Einstreu des Hühnerstalls kann zum Beispiel aus Sand, Holzspänen oder auch Papierhächseln bestehen. Der Hühnerkot sollte unbedingt regelmäßig entfernt werden, damit sich kein Ungeziefer einnistet und die Hühner in einem gesunden Umfeld schlafen- und Eierlegen können. Neben den Stangen zur Nachtruhe sollte jeder Hühnerstall über mehrere bodennahe Boxen zum Eierlegen verfügen. Hühner ohne Bruttrieb legen ihre Eier ohne weiteren Nestbau in die Box.

Tipp: Wird ein ordentliches Nest zusammengetragen, sollte auf vorhandenen Bruttrieb geachtet werden.

Ein Hühnerleben

Etwa 21 Tage lang brütet die Henne ihr Gelege, bis die ersten Küken schlüpfen. Vorausgesetzt, der jeweiligen Rasse ist der Bruttrieb erhalten geblieben und der Mensch lässt die Eier im Nest liegen. Der Bruttrieb einer jeden Henne beginnt erst mit einer gewissen Anzahl von Eiern im Nest einzusetzen. Nimmt der Mensch die Eier täglich heraus, bleibt nur der Legetrieb erhalten. Das Huhn versucht, sein leeres Nest immer wieder aufzufüllen. Bekommt die Henne die Möglichkeit, ihr Nest auszubrüten, bringt sie ihrer Kinderschar in den kommenden vier Wochen alles bei, was diese zum Leben benötigt. Hühnerküken sind Nestflüchter und kommen bereits mit einem Flaumfederkleid zur Welt.

Bereits nach 3 Tagen unternimmt die Henne mit ihnen die ersten Ausflüge, zeigt ihnen, was sie fressen dürfen und beschützt sie vor allen Gefahren. Ab der fünften Woche sind die jungen Hühner bereits so selbstständig, dass sie auf ihrer eigenen Stange sitzen und den Schutz der Mutterhenne nicht mehr benötigen. Ihr Hühnerleben als erwachsener Vogel beginnt. Je nach Rasse tritt die Geschlechtsreife zwischen dem fünften und dem zwölften Lebensmonat auf. Die Geschlechtsreife einer Henne erkennt man vor allem daran, dass sie beginnt, Eier zu legen. Das Eierlegen der Vögel ist mit dem Eisprung eines Säugetieres vergleichbar. Die erste Periode des Huhnes, wenn man so will. Hähne werden im Durchschnitt ein wenig später geschlechtsreif.

Hühner essen mit den Augen

Der Geruchs- und Geschmackssinn eines Huhns ist nicht besonders gut ausgeprägt. Auch besitzen Hühner keinerlei Kaumuskulatur, sondern schlucken ihr Futter im Ganzen herunter. Der Sehsinn des Huhns ist jedoch ganz besonders gut ausgeprägt.

Bei der Hühnerhaltung auf Auslauf achten.Über die Augen wird das Futter ausgesucht. Ein Wildhuhn in der Natur ernährt sich größtenteils von Gräsern, Samen, heruntergefallenen Früchten und auch von Würmern und Krabbeltierchen, nach welchen es den ganzen Tag über scharrt und gräbt. Dementsprechend ausgewogen sollte auch das Futter des Haushuhns ausgewählt werden. Neben einer Trockenmischung, welche aus allerlei getrockneten Bestandteilen wie Mais, Hirse, Buchweizen oder getrockneten Mehlwürmern besteht, sollte vor allem auch ein großer Anteil an frischer Nahrung geboten werden.

Hühner lieben es zum Beispiel, an einem frischen, grünen Salatkopf herumzupicken. Auch frische Kräuter sind besonders beliebt. Die meisten Gemüsesorten sind für Hühner verträglich. In Maßen darf auch Obst gegeben werden. Aufgrund des hohen Zuckergehalts jedoch nicht täglich. Keinesfalls sollten Essensreste oder gewürzte Speisen gefüttert werden. Diese können das Huhn krank machen. Jedes Huhn freut sich außerdem über einen frischen Mehlwurm. Zusätzlich sollte immer frisches Wasser zur Verfügung stehen, welches täglich gewechselt wird.

Tipp: Da Hühner gerne scharren und den gesamten Tag über mit der Futtersuche beschäftigt sind, bietet es sich als Beschäftigung an, das Trockenfutter zum Teil im Auslauf auszustreuen. Garantiert wird kein Korn vom Huhn übersehen.

Familienbande

Als hochsozialer Vogel lebt die Hühnerschar in einer festen Rangordnung. Mehrere Hennen werden von einem Hahn begleitet. Ist das Platzangebot groß genug, lebt die Schar in der Regel friedlich miteinander. Es sollte unbedingt darauf geachtet werden, keine zwei Hähne zusammen zu halten. Diese beginnen umgehend um die Damenwelt zu kämpfen.

Hahnenkämpfe enden häufig mit einem schwer verletzten Tier. Verträgliche Hähne zusammenzuhalten ist nur möglich, wenn keine Hennen im Gehege mit leben oder sich auch nur in der Nähe aufhalten. Eine gut vergesellschaftete Hühnergemeinschaft ist eines der wichtigsten Kriterien für eine gesunde und glückliche Hühnerschar


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