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Wie alt werden Hühner?

Hühner brauen einen Hühnerstall.Das älteste Huhn der Welt, laut Guinnessbuch der Rekorde, wurde stolze 16 Jahre alt. Es wird jedoch auch über Fälle berichtet, in denen Hühner über 20 Jahre alt geworden sind. Hier handelt es sich um absolute Ausnahmen, die natürliche Lebenserwartung eines Huhnes beträgt in der Regel 8 bis 10 Jahre. Doch auch dieses Alter erreichen nicht alle Hühner.

Wie alt unsere Haushühner werden, hängt ganz maßgeblich von ihren Haltungsbedingungen ab. Ein Huhn, welches gesundes Futter geboten bekommt, sich viel an der frischen Luft bewegt und in einer netten Hühnergesellschaft lebt, wird deutlich älter als ein Huhn aus der Massentierhaltung. Doch auch die Hühnerrasse spielt eine Rolle. Vor allem Hühner die auf eine extreme Legeleistung hingezüchtet wurden, sterben aufgrund von körperlicher Erschöpfung deutlich schneller.

Das Wildhuhn

Unsere Haushuhnrassen stammen alle vom ostasiatischen Wildhuhn ab. Ein gesundes Wildhuhn, welches nur zweimal im Jahr Eier legt und in einer sauberen Umgebung lebt, ist sicherlich als das gesündeste, natürliche Huhn zu bezeichnen.

Es lebt in den Wäldern, ernährt sich auf ganz natürliche Art und Weise und bewegt sich den gesamten Tag über. Doch häufig erreichen diese Hühner im Freien dennoch kein biblisches Alter. Sie stehen auf dem Speiseplan vieler Raubtiere. Vor allem die Schwachen und Kranken unter ihnen werden zügig Opfer hungriger Raubtiere. Aufgrund dieser natürlichen Auslese bleibt die Spezies aber gesund.

Tipp: Wie alt ein Haushuhn wird, hängt vor allem auch von seiner Züchtung und von der Gesundheit seiner Vorfahren ab.

Nur gesunde Linien werden alt

Bei der Auswahl der eigenen Hühnerschar sollte unbedingt auf die Gesundheit der Elterntiere und die Zuchtlinie geachtet werden. Häufig treten Erbkrankheiten über Generationen auf, welche die Lebenserwartung der Nachkommen nachhaltig beeinträchtigen. Nur wer mit gesunden Hühnern züchtet, kann in seiner Zucht mit einer stabil hohen Lebenserwartung rechnen.

Auf die Rasse kommt es an

Nicht alle Hühnerrassen werden gleich alt. Grundsätzlich gilt: Je überzüchteter eine Rasse ist, je mehr Eier die Hennen im Jahresdurchschnitt ablegen, desto schneller sind ihre Körper erschöpft. Eine hochgezüchtete Rasse der Legebatterien wird auch unter guten Haltungsbedingungen selten älter als 3 Jahre. Das tägliche Legen zehrt stark an ihren Kräften und lässt ihre Körper in Windeseile altern.

In der Realität werden diese Tiere jedoch bereits nach etwa 14 Monaten getötet, da sie dann schon nicht mehr profitabel sind.

Beim Alter kommt es auch auf die Robustheit des einzelnen Tieres an. Je widerstandsfähiger eine Rasse gegenüber den äußeren Witterungsbedingungen ist, desto weniger anfällig ist sie für Krankheiten. Hühner, die im Winter problemlos auch im ungeheizten Hühnerstall bzw. im Freiland gehalten werden können, leben oft länger, da ihre Körper weniger Stress ausgesetzt werden.

Das Deutsche Zwerghuhn zählt zum Beispiel zu einer solchen robusten Rasse, während das Deutsche Lachshuhn als recht empfindlich eingestuft werden kann. Auch spielt es eine Rolle, wie jedes Huhn auf die Witterungsbedingungen vorbereitet wird. Tagsüber Draußen und des Nachts im beheizten Hühnerstall, lässt auch die robustesten Hühner erkranken.

Tipp: Eine sanfte Gewöhnung an ein Außengehege, am besten in den ersten, milden Frühjahrswochen, sorgt für eine schrittweise Gewöhnung an die Außentemperaturen und lässt das Huhn abhärten.

Die richtige Haltung ist entscheidend

Jedes Lebewesen lebt länger und gesünder, wenn es gesundes Futter erhält, ausreichend Bewegung an der frischen Luft bekommt und in angenehmer Gesellschaft lebt. Eine gesunde Lebensweise bedeutet weniger Stress für den Organismus und größere Kapazitäten für die Reparaturarbeiten des Körpers.

Je artgerechter ein Huhn gehalten wird, desto wahrscheinlicher ist es, dass es glücklich, gesund und alt wird. Vorausgesetzt es wird kein Opfer von Fuchs und Marder oder von Menschenhand geschlachtet.

Hähne werden älter

In der Tat werden männliche Hühner häufig älter als ihre weiblichen Artgenossen. Während das Geschlecht bei Wildvögeln bzw. Wildhühner keine allzu entscheidende Rolle für die Lebenserwartung spielt, fällt das frühere Ableben der Hennen in der Hühnerhaltung auf. Auch das ist auf die Züchtung der einzelnen Rassen mit zurückzuführen. Ein Wildhuhn legt 20 Eier pro Jahr.

Ein Zuchthuhn dagegen etwa zwischen 100 und 365 Eier. Die Körper eines jeden weiblichen Haushuhns werden deutlich stärker belastet als die Körper eines Hahnes. Des Weiteren kann auch die Tatsache eine Rolle spielen, dass sich Hähne deutlich mehr Bewegen als weibliche Hühner und dadurch einen „Altersvorteil“ haben.


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