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Wurmbefall bei Hühnern

Ein Ratgeber zur Prävention und Entwurmung des Bestandes

Der Weg zum selbst gezüchteten Frühstücksei aus eigener Hühnerhaltung kann teilweise sehr langwierig sein. Selbst wenn der Stall im Garten endlich errichtet ist und die Hühner im Auslauf herumtollen, ist noch längst nicht alles geschafft. Ein guter Halter achtet stets darauf, dass es seinen Hühnern an nichts fehlt und sie kerngesund sind. Was aber tun, wenn die Tiere doch einmal von einem Wurm befallen sind? Gleich eine chemische Wurmkur für die Hühner besorgen oder doch lieber auf natürlichem Wege entwurmen? Dieser Ratgeber richtet sich sowohl an Hobbyhalter, als auch an Züchter und gibt sinnvolle Hinweise zu vorbeugenden Maßnahmen und wie Hühner richtig entwurmt werden.

Parasitenbefall vorbeugen

Ein Hühnerkauf ist immer Vertrauenssache.Schon zur Vorbeugung gibt es einige simple Tipps und Tricks, die man beachten sollte. Werden diese eingehalten, bleibt einem die Entwurmung der Hühner oft erspart. Ein sauberer Stall ist die wichtigste Prävention gegen Wurmbefall.

Die Hühner sollten so wenig Kontakt mit ihrem eigenen Kot haben, wie möglich. Auch ein großes Freilaufgehege ist aus diesem Grund eine gute Idee. Dabei muss allerdings beachtet werden, dass die Schnecken- und Regenwurmbekämpfung eine größere Rolle spielt. Diese sind nämlich Wirte für Wurmeier und übertragen verschiedene Wurmarten, wenn sie von Hühnern gefressen werden.

Empfehlenswert ist es auch, sich beim Tierarzt zu erkundigen, welche Wurmkuren für Hühner geeignet sind, um den Bestand präventiv zu behandeln. Zu guter Letzt sollte man auch peinlichst auf die Futterqualität achten, denn sie ist der Schlüssel zu einem starken Immunsystem!

Wurmbefall erkennen

Würmer lassen sich erst spät im Kot erkennen. Wenn sichtbare Würmer im Kot gefunden werden, muss davon ausgegangen werden, dass bereits der ganze Bestand befallen und eine Entwurmung der Hühner längst überfällig ist. Frühere Zeichen für einen Wurmbefall sind Abmagerung, Durchfall und ein schlechtes Gefieder. Je nach Wurmart kann sich ein Befall auch durch Luftschnappen und Atemnot der Hühner bemerkbar machen. Bleibt der Wurmbefall für längere Zeit unbemerkt, kann zu den genannten Symptomen auch blutiger Kot kommen. Spätestens dann ist eine Wurmkur für die Hühner notwendig. Falls Unsicherheit besteht, kann eine Kotprobe an den Tierarzt weitergeleitet werden. Er kann genau feststellen, an welchem Parasiten der Bestand leidet und weiß, welche Wurmkur für die Hühner am besten ist.

Gesundheitliche Schäden durch Würmer

Im Garten gelingt die Hühnerhaltung perfekt.Die meisten Würmer richten Schäden im Darm an, wenn die Entwurmung des Huhns ausbleibt und sie sich bedingungslos vermehren können. Dazu zählen zum Beispiel der Band- und der Spulwurm. Sie fressen sich durch die Darmwand und richten damit große Schäden an, die oft nicht mehr heilbar sind. Der Spulwurm gelangt außerdem durch die Darmwand in den Blutkreislauf und vermehrt sich auf diese Weise im ganzen Organismus des Huhns. Durch den Luftröhrenwurm kann die Atmung beeinträchtigt werden, was ohne Behandlung schließlich zur Erstickung des Huhns führt. Es ist also wichtig, schnell zu reagieren und den Hühnerbestand zu entwurmen, um Schlimmeres zu verhindern.

Hühner entwurmen – natürlich oder per Wurmkur?

Falls ein Huhn von Würmern befallen ist, muss der ganze Hühnerbestand entwurmt werden. Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten, ein Huhn zu entwurmen. Einige sind natürlich effektiver als andere.

Hühner brauen einen Hühnerstall.Die oben genannten Maßnahmen helfen – unterstützend zur Entwurmung – bei bereits vorhandenen Wurmbefall. Wer nicht gleich eine Wurmkur für seine Hühner kaufen will, kann den Hühnerbestand auch auf natürliche Weise entwurmen. Ein echter Geheimtipp ist zum Beispiel, das Trinkwasser der Hühner mit Apfelessig anzureichern, um das Darmmillieu zu säuern. Auf diese Weise können sich die Würmer nicht mehr vermehren und es findet eine natürliche Entwurmung des Huhns statt. Es empfiehlt sich zudem, regelmäßig Knoblauch zu füttern, da dieser desinfizierend auf den Organismus wirkt. Der Vorteil dieser natürlichen Entwurmung besteht darin, dass die Hühner sie gut vertragen und man die Eier weiterhin während der Behandlung verzehren kann. Der Nachteil ist allerdings, dass die Wirkung von der natürlichen Entwurmung der Hühner ausbleiben kann. Falls sich nach einer Woche keine Besserung einstellt, sollte in jedem Fall ein Tierarzt zu Rate gezogen werden. Je nach Wurmart, die er festgestellt hat, wird er eine passende Wurmkur für den Hühnerbestand verschreiben. Die meisten Wurmkuren werden dem Futter oder Wasser der Hühner beigemengt und werden oft über mehrere Tage oder Wochen verabreicht. Oft ist es so, dass die Eier während der Entwurmung des Huhns nicht gegessen werden dürfen. Genauere Informationen dazu gibt es in der Packungsbeilage der Wurmkur für Hühner oder vom Tierarzt.

Neuansteckung vermeiden

Um einer Neuansteckung vorzubeugen, sollte man die Behandlung, je nach Art der Wurmkur, bei allen Hühnern nach 7-10 Tagen wiederholen. Bei einigen Wurmkuren genügt auch eine einmalige Anwendung, um den Hühnerbestand komplett zu entwurmen. Nach der Behandlung sollte kein Durchfall mehr vorhanden und das Gefieder der Hühner wieder dicht und glänzend sein. Um den Bestand zu schützen und die Hühner nicht erneut entwurmen zu müssen, empfiehlt es sich, die bereits genannten Tipps zu beachten. Auf diese Weise hat man lange Spaß an einem gesunden und glücklichen Hühnerbestand!

Zuletzt geändert am: 15. Okt 2018 @ 19:47


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