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Shamo

Steckbrief + -
Gewicht: 5,0kg
3,2kg
Winterleger:
Legeleistung: 1. Jahr= 80
2. Jahr= 80
Eierfarbe: eifarbe_braun
Kategorie: Kampfhuhn
Anfängerrasse
Vor der Anschaffung der ersten Hühner gibt es einiges zu beachten. Der foglende Ratgeber hilft dir dabei unnötige Fehler zu vermeiden.

Allgemeines zum Shamo-Huhn

Das genügsame Shamohuhn ist ein mittelgroßes Rassegeflügel. Es sieht wie eine Mischung aus Dinosaurier und Huhn aus. Der durchdringend dieses Kampfhuhns ist düster. Kein Wunder, „Shamo“ heißt auf Japanisch „Kampfhahn“. Deshalb wird das Shamohuhn auch „Japanischer Kämpfer“ genannt. Es ist dünn und hochgewachsen, dabei wendig und bietet dadurch wenig Angriffsfläche. Es hat viel Fleisch, das aber etwas zäh ist.

Merkmale

Der „Japanische Kämpfer“ fällt durch seine Farbigkeit und außergewöhnliche Körperform auf – alles an ihm ist lang, die Beine, der Rumpf und der gebogene Hals. Seine Körperhaltung ist hierbei fast senkrecht, wodurch er bis 80 Zentimeter hoch werden kann. Deswegen überragt sein Kopf gewöhnlich die anderen Hühner.

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Die knochigen Flügel hängen nach unten, sie liegen eng am Körper an. Der Schwanz ist nicht allzu füllig.

Der Körperbau des Shamohuhns wird als „eckig“ bezeichnet, mit wenigen, ziemlich harten Federn. Das Gefieder kann alle möglichen Farben haben, das ist bei dieser Hühnerrasse nicht immer genau festgelegt. In Amerika werden dagegen seit 1981 nur schwarz, rot, schwarzbrüstig-rot und dunkel als Farbschlag anerkannt. Weltweit gibt es aber viele Farbschläge.

Weltweite Farbschläge:

  • weiß/ porzellanfarbig
  • blau
  • schwarz
  • silberfarbig
  • weizenfarbig
  • fasanenbraun
  • blau-rot
  • blau-weizenfarbig
  • blau-silberhalsig
  • blau-rotbunt
  • blau-wildfarbig
  • blau-rebhuhnfarbig gesäumt
  • goldhalsig
  • gold-weizenfarbig
  • silber-weizenfarbig
  • rotgesattelt
  • schwarzbrüstig-rot
  • rotbunt
  • rotbraun
  • schwarz-weiß
  • schwarz-weiß gescheckt
  • schwarz-silberhalsig,
  • wildfarbig
  • gesperbert
  • birkenfarbig
  • gescheckt

Der Kopf des Shamohuhns ist kurz und gleich dick wie der oben gebogene Hals, dessen direkte Verlängerung er ist. Die Kehlwamme, also vom der Kehle herabhängende Hautfalte, ist breit. Das Gesicht ist vollkommen rot, der kräftige Schnabel und die muskulösen Beine gelb. Bei ganz dunklen Shamohühnern sind die Beine ebenfalls schwarz und nur die Sohlen gelb.

erkennugsmerkmale_shamo_huhn

Auch der dreireihige Erbsenkamm und die kleinen Ohrscheiben sind rot, die scharf blickenden Augen dagegen perlenfarben oder orange. Sie liegen im Schutz dicker, roter Augenwülste. Die Kehllappen sind beim Hahn klein, die Henne hat sogar gar keine.

Der Hahn wiegt beachtliche 4 bis 5, die Henne hingegen nur 3 bis 3,2 Kilogramm.

Die Haltung des Shamo-Huhnes

Wer sich einen Shamo zulegt, der muss auf alles gefasst sein! Auf jeden Fall sollte das Tier nur in Einehe gehalten werden. Oder ein Hahn mit maximal zwei Hennen. Denn Hähne verteidigen ihr Territorium gegenüber anderen Hähnen und bekämpfen sich dafür bis zum bitteren Ende.

Hennen sind zwar ruhiger als Hähne, können aber auch aggressiv gegenüber anderen Hühnern sein.

Will man mehrere Paare, muss man sie daher voneinander getrennt unterbringen. Sie dürfen sich nicht gegenseitig sehen!

Achtung: Bereits die Kleinen attackieren sich bei Platzmangel.

Menschen gegenüber ist der Shamo jedoch freundlich und zutraulich. Er fliegt nicht und erträgt Hitze gut

Sie haben keine dichten Federn, die brutwilligen Hennen können ihre Eier daher nicht gut warmhalten. Man kann die Eier, am besten im Januar, im Inkubator ausbrüten lassen. Einmal geschlüpft, gibt man die Küken ihren hervorragenden Müttern zurück und lässt sie anschließend im 30 bis 40 Grad warmen, trockenen Hühnerhaus oder Stall aufwachsen.

Legeleistung und Eierdetails

Shamo-Hennen legen rund 80 mittelgroße, braune Eier im Jahr. Ein Ei wiegt dabei circa 55 Gramm.

eierdetails_shamo

Die Fütterung

Shamo-Hühner lieben Insekten, Essensreste, Gras, Löwenzahnblätter, Gemüse sowie Obst und ausgewogene Futtermischungen.

Legehennen sollten zudem proteinreich ernährt werden und ausreichend Kalzium erhalten.

Das Shamo-Huhn für Anfänger

Der Shamo ist schwierig zu halten, er ist kein Anfängerhuhn! Kleintierzüchter bezeichnen die Aufzucht deshalb als „Königsklasse“. Denn Shamo-Hühner sind aggressiv gegenüber anderen Hühnern. Ihr schwerer Körper mit den langen Beinen zerdrückt beim Brüten zudem meistens ein paar Eier. Und ihr starker Freiheitsdrang bewirkt, dass Einsperren ihre Aggressivität erhöht.

Herkunft

Die Shamo stammen von den Asil-Hühnern, denen sie stark ähneln, aus Sindh in Pakistan und Indien. Von dort kamen sie nach Thailand und Taiwan. Thailand hieß vom 17. bis 19. Jahrhundert Siam und erst ab 1939 Thailand.

Eine weitere Abstammungsrasse sind die Malai-Kampfhühner aus Thailand. Malai sind die größten Hühner und größte Kampfhühnerrasse, Shamo sind jedoch die zweitgrößte.

shamo_henne_mit_kueken

Von Thailand kamen sie 1603, zu Beginn der Edo-Zeit, nach Japan. Die Japaner förderten in der Zucht die Kämpfernatur der Shamo-Hähne stark. Die Edo-Zeit endete 1867. Hahnenkämpfe sind in Japan sogar bis heute erlaubt.

Um 1880 brachten Deutsche die ersten Shamo-Hühner nach Europa, um sie zu züchten. Es wurden wiederholt Tiere aus Thailand und Taiwan eingekreuzt.

1884 erreichte ein erstes Shamo-Zuchtpaar, bestellt von der Gräfin von Ulm-Erbach, Deutschland. 1953 kamen die nächsten Shamohühner nach Deutschland, vom Zoo in Tokio zum Hagenbecker Zoo. Die Deutschen nannten die Rasse „Shamo“, das heißt „Kampfhahn“ auf Japanisch. Amerikanische Soldaten des 2. Weltkrieges brachten die ersten Shamos nach Amerika mit.

shamo_hahn

In Japan umfasst der Begriff Shamo alle sieben dort anerkannten Kampfhuhn-Rassen, vom größten O-Shamo bzw. Dai-Shamo, wo Hähne 5,6 und Hennen 3,4 Kilogramm wiegen, bis zum kleinsten, dem Yamato-Shamo. Der Chu-Shamo ist mittelgroß. Beim kleinen Ko-Shamo wiegen Hähne 1,8 und Hennen 1,4 Kilogramm, sie werden jedoch nicht für Hahnenkämpfe verwendet. Der Ehigo-Nankin-Shamo und Kimpa/ Kinpa ist auch klein. Es gibt auch Chibi Shamo.

Die Shamos sind inzwischen auf der gesamten Welt verbreitet. Durch ihren einzigartigen Charakter finden sie, trotz ihrer geringen Legeleistung und Besonderheiten in der Haltung, immer wieder Käufer und Züchter.

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Tipps vom erfahrenen Hühnerhalter

Das aufgeweckte Shamohuhn ist Menschen gegenüber willig und stellt keine besonderen Ansprüche an seine Behausung. Ein windgeschütztes Hühnerhaus oder Stall reichen aus.

Tipp: Shamohühner sind leise! Sie wachsen langsam, mit zwei Jahren sind sie geschlechtsreif. Shamohähne krähen tief und nicht oft, Shamohennen gackern nicht beim Eierlegen.

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