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Hochbrutflugente

Steckbrief + -
Gewicht: 1,50kg
1,25kg
Winterleger:
Legeleistung: 40
Eierfarbe: weiss_gruenlich
Anfängerrasse
Vor der Anschaffung der ersten Enten gibt es einiges zu beachten. Der foglende Ratgeber hilft dir dabei unnötige Fehler zu vermeiden.

Die Hochbrutflugente wurde in Sachsen zu Beginn des 20. Jahrhunderts aus Haus- und Wildenten erzüchtet. Damals sind die Hochbrutflugenten oft bei der Entenjagd als Lockenten eingesetzt worden. Sie können sich in natürlicher Umgebung und in wilden Gewässern grundsätzlich eigenständig versorgen. Sie sind lebhaft, sehr flugfreudig, aber standorttreu.

Erpel werden 1,5 kg und Enten 1,25 kg schwer. Es gibt sie in allen Farbschlägen, die in den Standards für Rassegeflügel anerkannt sind. Es gibt auch Enten mit Haube. Das Fleisch der Hochbrutflugente ist geschmacklich ähnlich des Fleisches vom Wild.

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Hochbrutflugenten können bis zu 18 Jahre alt werden und hauptsächlich die Entendamen sind sehr laut, wenn sie sich in größeren Gruppen unterhalten.

Die Hochbrutflugente hat ihren Namen erhalten, weil sie ihre Brutgelege in höheren Lagen, zum Beispiel auf Holzstößen, Weidenstümpfen oder auf Pfählen, errichtet hat. Das ist aber nicht bei allen Hochbrutflugenten der Fall, da es auch damit zusammenhängt, wo die Ente selbst geschlüpft ist.

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Merkmale und Charakter

Als hervorstechendes Merkmal dieser Rasse galt damals das Brutverhalten, in Kombination mit der guten Flugeigenschaft. Hochbrutflugenten sind anspruchslos und widerstandsfähig. Sie sind wegen ihrer pflegeleichten Art auch sehr gut für Anfänger geeignet.

Hochbrutflugenten gibt es in vielen verschiedenen Farbschlägen:

  • weiß
  • schwarz
  • schwarz gescheckt
  • schwarz mit Latz
  • wildfarbig
  • dunkel-wildfarbig
  • silber-wildfarbig
  • blau-wildfarbig
  • wildfarbig-gescheckt
  • wildfarbig mit Latz
  • blau-wildfarbig mit Latz
  • blau
  • blau-gelb
  • blau-gescheckt
  • blau mit Latz
  • blau-dunkelwildfarbig mit Latz
  • blau-wildfarbig-gescheckt
  • braun
  • braun mit Latz
  • braun-gescheckt

Anerkannt sind auch alle Farbschläge mit Haube.

Herkunft

Die Hochbrutflugente wurde in Blumberg/Sachsen von dem Ortsrichter Günther auf dessen Hof erstmalig erzüchtet. Er hatte seine Mastrassen mit einem Stockentenerpel verpaart, um eine Verbesserung der Qualität des Fleisches zu erreichen. Die daraus entstandene Nachzucht hatte ihre Brutgelege an erhöhten Plätzen errichtet.

Haltung

Hochbrutflugenten sind sehr gute Flieger, was auch mit ihrem geringen Gewicht zusammenhängt. Sie sind glücklich und zufrieden, wenn sie ihren Freilauf haben. Sie versorgen sich selbst und sind in der Haltung anspruchslos.

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Trotzdem brauchen sie für die Nacht einen sicheren Stall, der sie vor Fressfeinden schützt. Denn auch in höhergelegenen Nachtquartieren, zum Beispiel in Bäumen sind sie nicht ausreichend geschützt.

Als Wasservögel benötigen sie unbedingt eine ausreichend große Bademöglichkeit.

Vergesellschaftung

Die Haltung der Hochbrutflugente zusammen mit Hühnern und Laufenten ist gut möglich. Die brütende Ente sollte allerdings separiert werden, damit sie sich in Ruhe auf ihre Brut konzentrieren kann.

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Eier und Brut

Hochbrutflugenten legen im Jahr bis zu 40 Eier. Die Schalenfarbe ist grünlich.

Für die Zucht sind Hochbrutflugentendamen beim Brüten sehr gut geeignet. Sie sind sehr gute und zuverlässige Brüter.

Für Kunstbrut sind sie eher weniger geeignet, weil die Parameter am Brutapparat unbedingt richtig eingestellt sein müssen, damit der Schlupf gelingt. Die Küken werden von ihren Müttern sehr verlässlich geführt, sind frohwüchsig und wachsen schnell.

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Geschlechtererkennung

Bei Küken kann der sogenannte Kloakentest angewendet werden, aber am besten nur von einem fachkundigen Tierarzt, damit man das Küken nicht verletzt. Auch kann man im Alter von ca. 8 bis 12 Wochen das Geschlecht an der Stimme erkennen. Enten erkennt man am lauten quaken und Erpel machen tiefe Rääp rääp Laute.

Bei ausgewachsenen Erpeln ist das deutlichste Erkennungsmerkmal die sogenannte Erpellocke.

Fütterung

Die Hochbrutflugenten sind anspruchslos und versorgen sich selbst, wenn sie tagsüber draußen unterwegs sind. Sie fressen Gras, Schnecken, Insekten und kleine Käfer.

Auch im Winter wollen sie nach draußen. Sie sind robust und müssen auch täglich die Möglichkeit zum Baden haben, da dies für die Gefiederpflege sehr wichtig ist.

Im Winter sollte die Fütterung fettreicher sein. Der Handel bietet spezielle Körnerfuttermischungen für Wassergeflügel an. Wenn man ihnen immer mal was Grünes füttern möchte, ist Salat und Gemüse ein guter Grasersatz.

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Hochbrutflugenten sind wegen ihrer lebhaften und anspruchslosen Art sehr gut für Entenneulinge geeignet.

Verzehr

Da die Enten eher wenig Gewicht auf die Waage bringen, ist auch der Schlachtkörper klein,
was die Saftigkeit und den guten Geschmack des Fleisches aber nicht beeinträchtigt. Das Fleisch ähnelt dem des Wildes und ist sehr gut für Wildgerichte geeignet.

Tipps und Fazit

Die Hochbrutflugente ist eine Ente die schmackhaftes, saftiges und wildähnliches Fleisch liefert. Da sie keine Legeente ist, kann man sich im Jahr über ca. 40 Eier freuen.

Durch ihre anspruchslose und friedliche Art können sie in größeren Gruppen, auch mit anderen Entenrassen und Hühnern zusammen gehalten werden. Die Hochbrutflugente ist in Deutschland weit verbreitet.

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Häufige Fragen

Woher stammt der Name Hochbrutflugente?

Die Hochbrutflugente hat ihren Namen erhalten, weil sie ihre Brutstätten nur an erhöhten Plätzen einrichtet.

Hochbrutflugente und erhöhte Nistplätze?

Sie haben im Gegensatz zu anderen Entenrassen ihre Nistplätze erhöht angelegt u.a. in Baumstümpfen. Jedoch sollte darauf geachtet werden, dass diese Brutplätze nicht über 2 Meter Höhe angelegt werden, da es sonst für die Küken tödlich enden kann, wenn sie aus dieser Höhe abstürzen.

Sind Hochbrutflugenten flugfreudig?

Sie sind sehr flugfreudige und gute Flieger. Um ein Davonfliegen zu verhindern, können die Flügel gestutzt werden.

Ab wann können Hochbrutflugentenküken fliegen?

Mit circa 8 Wochen nach der Geburt können die Küken fliegen.

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