vorstellung_landente_wiki ALPR, Crested Duck1, cutout von OM, CC BY-SA 4.0
Landente: Steckbrief
       
Gewicht: 2,5kg
2,0kg
Winterleger:
Legeleistung: 1. Jahr= 60
Eierfarbe: eifarbe_weiss
Anfängerrasse
Landente: Steckbrief
Gewicht: 2,5kg
2,0kg
Winterleger:
Legeleistung: 1. Jahr= 60
Eierfarbe: eifarbe_weiss
Anfängerrasse:

Die Landente ist eine mittelschwere Zweinutzungsrasse, die es sowohl mit wie auch ohne Haube gibt. Mit ihrem S-förmigen Hals zählt sie zu den auffälligen Ente. Trotz ihrer Lebhaftigkeit ist sie eine ruhige und gesellige Ente, die schnell Vertrauen fasst.

Bei ausgewogener Ernährung, guter Haltung und Pflege können Landenten etwa 15 bis 20 Jahre alt werden. Hierbei sind sie nicht lauter oder leiser als andere Enten. Alles in allem sind sie angenehme Enten, die im Wesen sehr ruhig sind.

Merkmale und Charakter

Landenten dienen hauptsächlich als Fleischlieferanten und zählen als Zweinutzungsrasse. Sie sind zutrauliche, lebhafte und gesellige Enten, die glattköpfig und mit Haube vorkommen.

Sie erreichen eine durchschnittliche Größe und die Erpel wiegen ca. 3 kg und die Enten 2,5 kg. Sie legen etwa 60 Eier im Jahr.

vorstellung_landente_wiki
ALPR, Crested Duck1, cutout von OM, CC BY-SA 4.0

Ursprünglich sind folgende Farbenschläge anerkannt worden:

  • Blau
  • Gelb
  • Schwarz
  • Schwarz-gescheckt
  • Schwarz mit weißem Latz
  • Weiß
  • Wildfarbig
  • Wildfarbig-gescheckt

Hinweis: Mittlerweile sind alle Farbenschläge bei der Landente anerkannt, die auch bei den anderen Entenrassen anerkannt sind.

Haltung

Landenten sind gerne in ihrem Auslauf unterwegs und ständig auf Futtersuche. Sie stellen keine besonderen Ansprüche an die Haltung und sind daher auch für Anfänger gut geeignet.

Tagsüber sind sie fleißig auf Futtersuche, so verspeisen sie jegliches Kleingetier, Insekten, Käfer und Schnecken. Nachts sollten sie in einem Stall untergebracht sein, damit sie vor ihren Fressfeinden, wie dem Marder, Fuchs und Waschbär geschützt sind.

Den Landenten muss, so wie anderen Enten auch, unbedingt eine Bademöglichkeit zur Gefiederpflege zur Verfügung gestellt werden.

Wie der Name vermuten lässt, kann die Landente nicht besonders gut fliegen und ist eher bodenständig, jedoch kann es auch unter ihnen Ausnahmen geben.

Vergesellschaftung

Landenten können gut mit anderen Enten, z. B. Laufenten und Hühnern zusammengehalten werden, da es freundliche und gesellige Enten sind. Jedoch sollten sie zum Brüten separiert werden, damit sie ihre nötige Ruhe haben.

Eier und Brut

Im Jahr legen sie etwa 60 Eier mit einer weißen Schalenfarbe, grünliche Eier gibt es selten. Das Mindestgewicht eines Bruteis sollte 60 Gramm haben.

eierdetails_landente

Zucht

Bezüglich der Zucht kommt es schon vor, wenn die Eier nicht regelmäßig eingesammelt werden, dass sie zu brüten beginnen. Sie sind nicht die brutfreudigsten Enten, aber wenn sich die Gelegenheit ergibt, sind sie auch in Naturbrut zuverlässig.

Achtung: Es gibt Hinweise auf einen Zusammenhang bei der Paarung von behaupten Landenten und der Embryonalsterblichkeit im. Aus diesem Grund gab es in der Vergangenheit ein paar Jahre lang ein Zuchtverbot, um herauszufinden, warum die Landenten mit Haube immer Auffälligkeiten gezeigt haben.

Seit einigen Jahren ist das Zuchtverbot wieder aufgehoben worden. Es ist vorbeugend empfohlen worden, Glattköpfige mit Haubenträgern zu verpaaren.

Geschlechtererkennung

Wie bei anderen Entenrassen auch, kann ein sogenannter Kloakentest beim erfahrenen Tierarzt durchgeführt werden, um das Geschlecht im Kükenalter zu bestimmen.

Zwischen der 8. und 10. Woche kann man auch Unterschiede in der Stimme wahrnehmen. Wenn man hierzu die Enten vorsichtig hochhebt, werden sich die weiblichen Tiere lautstark mit Quak-Lauten beschweren, während Erpel ein heißeres Räp räp rausbringen.

Bei ausgewachsenen Tieren kann man Erpel sehr gut an der Erpellocke erkennen.

Fütterung

Landenten sind in ihrem Auslauf fleißig auf Futtersuche unterwegs. Sie fressen jegliches Kleingetier, Käfer, Insekten und Schnecken. Es sollte ihnen jedoch trotzdem eine spezielle Körnermischung für Wassergeflügel gefüttert werden.

Die Landente im Winter

Die Fütterung sollte im Winter fettreicher ausfallen, was man ganz leicht mit einer im Handel angebotenen speziellen Futtermischung erreichen kann.

Als Grünfutterersatz kann Gemüse und Salat gegeben werden.

Landente für Anfänger

Da es sich bei der Landente um eine pflegeleichte, angenehme und ruhige Rasse handelt, ist sie auch gut für Entenneulinge geeignet.

Herkunft

Früher waren die Landenten als Haubenenten bekannt, weil es diese Enten nur mit Haube gegeben hat.

Die Haubenenten hatten jedoch oftmals genetischen Defekten wodurch sich unter anderem Missbildungen im Hirn und gestörte Bewegungskoordinationen ergaben.

Nicht zuletzt um dieses Zuchtproblem zu beseitigen, wurden dann auch Haubenenten ohne Haube auf den Ausstellungen zugelassen. Da der Name Haubenente nun nicht mehr richtige passte erhielt die Rasse fortan den Namen „Landente.

Die Hauben- bzw. Landente ist somit schon seit Jahrhunderten in Europa bekannt und stellte damals wie heute mit ihrem grazilen Hals eine Zierde in den Teichen der Dörfer dar.

Verzehr

Die Landente ist eine Zweinutzungsrasse. Das Fleisch der Landente ist sehr schmackhaft und zart und daher sehr beliebt.

Tipps und Fazit

Die Landente zählen zu den mittelschweren Rassen und ihr Fleisch ist in vielen Küchen gerne gesehen. Die Legeleistung beträgt im Jahr 60 weiße Eier. Charakterlich sind sehr freundliche, zutrauliche und angenehme Enten und daher auch bei Anfängern sehr beliebt.

Häufige Fragen

Woher hat die Landente ihren Namen?

Früher hieß die Landente Haubenente. Da inzwischen jedoch auch glattköpfige Enten gezüchtet und auf Ausstellungen erlaubt wurden, wurde der Namen auf Landente mit oder ohne Haube geändert.

Haben alle Landenten eine Haube?

Nein, es gibt auch die glattköpfigen Landenten, die keine Haube haben.

Handelt es sich bei den Landenten um eine Qualzucht?

Tierschützer zählen die Landenten mit Haube zu den Qualzuchten. Die Züchtung der Landenten mit Haube führte in der Vergangenheit soweit, dass ein vorübergehendes Zuchtverbot eingeführt wurde.