
Das Federtier benötigt bekanntlicherweise eine äußerst eiweißreiche Nahrung. Der hohe Eiweißgehalt wird vor allem für einen gesunden Knochenbau und bei Hennen für die Eierproduktion benötigt. Fehlt es dem Körper an Eiweiß führt dies in mehrerlei Hinsicht zur Unterversorgung. Aus diesem Grund muss eine ausreichende Eiweißzufuhr über die Nahrung gesichert sein. Neben der Eierproduktion und dem gesunden Knochenwachstum benötigen Hühner auch für ihr Gefieder Eiweiß. Gerade in der Mauser, also der Zeit wo das Gefieder erneuter wird, ist ein erhöhter Bedarf vorhanden. Eiweiß kann über pflanzliche Nahrung aufgenommen werden aber auch über tierische. Gerade das tierische Eiweiß ist höher in der Konzentration und für die Hühnerfütterung bestens geeignet. Besonders viel Eiweiß steckt in Garnelen.
Omega-3-Fettsäuren und Eiweiß

Garnelen in gesundem Maß angesetzt
Garnelen finden in der Hühnerfütterung also ihre Berechtigung. Sie tragen dazu bei, dass die Federtiere ausreichend mit guten Fetten, Vitaminen und Eiweiß versorgt sind. Allerdings mit Abstrichen. Um eine Überversorgung und vor allem eine zu kalorienhaltige Ernährung zu vermeiden, dürfen Garnelen nur in Maßen verzerrt werden. Ebenfalls wie bei Menschen setzten auch Hühner bei zu hoher Kalorienzufuhr ungewünschte und vor allem ungesunde Fettpölsterchen an. In geringer Beimischung zum herkömmlichen Futter tragen Garnelen hingegen zur Gesunderhaltung des Tieres bei.
Auf die Zutatenliste achten
Beim Kauf von Hühnerfutter sollten Halter auf die Zutatenliste achten. Hier wird aufgeführt, was und wie viel darin enthalten ist. Häufig findet man bereits in Standard Hühnerfuttern getrocknete Garnelen als Bestandteil. Wird Futter ohne Garnelenzusatz verfüttert oder das Futter vielleicht sogar selber zusammengestellt, kann dieses mit Garnelen in kleiner Dosierung aufgewertet werden. Gerade bei Hühnern in der Legephase darf aufgrund des höheren Eiweißbedarfs eine größere Garnelenration verfüttert. Als Tipp ist jedoch darauf zu achten, dass allein die Zutatenliste nicht ausschlaggebend ist.
Es wird zwar eine Angabe über die Rohproteine im Futter gemacht, jedoch sagt diese nicht aus wie qualitativ hochwertig diese Proteine sind. Qualitativ schlechtes Futter kam vom Organismus der Hühner nicht gut verwertet werden. Es gilt also nicht nur auf die reine Menge des Rohproteins zu achten, vielmehr ist deren Quelle von Bedeutung. Selbiges ist natürlich auch für das Rohfett im Hühnerfutter gültig. Von den verdaulichen Rohproteinen verbraucht die Henne beim Eierlegen etwa 80 Prozent. Damit die restlichen Körperfunktionen und die Gesundheit des Tieres trotz des Eierlegens nicht gefährdet wird, muss hochwertiges und ausreichendes Eiweiß zugeführt werden.
Hühner und ihr Anspruch an das Futter

Garnelenfütterung ist erlaubt

Seit der Wiedereinführung von Fischmehl bei der Lämmer- und Kälberzucht kann diese Frage mit einem eindeutigen „ja“ beantwortet werden. Der Hühnerhalter befindet sich auf der rechtlichen Seite und verstößt somit gegen kein Verbot. Früher war nach einem EU-Gesetz das Verfüttern von proteinhaltigen Nahrungsmitteln an Fischen und eben auch warmblütigen Landtieren verboten.
Aufgrund dieses Verbotes haben Futtermittelhersteller Garnelen oder Garnelenmehl aus ihrem Futter gestrichen. Was dabei nicht bedacht wurde – Garnelen gehören zur Gattung der Krebse. Sie sind also weder Fisch noch Warmblüter und waren somit nie vom Fütterungsverbot betroffen. Jetzt wäre diese Tatsache ohnehin nicht mehr relevant, da durch die immer höher steigenden Mischfutterpreise das Verbot zur Beigabe von Fischmehl wieder aufgehoben wurde.
Welche Menge sollte verfüttert werden?
Als Zusatzfutter sollten in Zeiten eines höheren Proteinbedarfs etwa ein Teelöffel getrocknete Krabben pro Tag und Tier verfüttert werden. Allerdings sollte man auf eine Dauerfütterung von Garnelenmehl, Garnelenschalen oder Garnelen sowie weiteren Krebstieren verzichten. Dies könnte nämlich dazu führen, dass das Ei einen leichten Hauch nach Fisch annimmt. Was sicher nicht bei jedem Eierliebhaber gut ankommt.
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