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Allgemeines zum Leghorn Huhn

leghorn_huhn_vorstellungDas Leghorn Huhn ist vor allem aufgrund seiner enormen Legeleistung beliebt. Allerdings ist natürlich eine möglichst artgerechte Haltung des Leghorn Huhns notwendig, um diese beispielhafte Legeleistung optimal für sich zu nutzen. Auch das Fleisch des Leghorns ist gut verwertbar. Dennoch wird diese Rasse in der Regel nicht als Zwiehuhn gehalten, sondern als reine Legerasse.

Es gibt, neben den legefreudigen Leghorns auch Hybridrassen. Durch diese wurden die Leghorns in den letzten Jahren fast verdrängt. Kenner dieser Rasse schätzen sie jedoch durchaus mehr als die typischen Hybridrassen.

Merkmale

Die deutschen Rassestandards unterscheiden sich von den amerikanischen und britischen insofern, dass keine anderen Farbschläge als das komplett weiße Federkleid erlaubt sind. Die amerikanischen und britischen Vertreter dieser Rasse dürfen sich hingegen in unterschiedliche Farben kleiden.

Während die Hähne ein Gewicht von bis zu 2,7 kg erreichen, wiegen die Hennen zwischen 1,7 und 2,2 kg. Ein weiteres Merkmal sind die hübsch hochgestellten Schwanzfedern.

Die Haltung des Leghorn Huhns

Das Leghorn Huhn ist vor allem eins: temperamentvoll! Diese bewegungsfreudigen Tiere sollte man daher auf keinen Fall auf zu engem Raum halten. Davon abgesehen ist diese Hühnerrasse recht flugfreudig und nächtigt sogar gern auf niedrigen Bäumen.

Eine hohe Umzäunung hindert das Leghorn Huhn daran, regelmäßig bei den Nachbarn vorbeizuschauen. Außerdem muss man unbedingt auf ein marder– und fuchssicheres Gehege achten!

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Davon abgesehen gelten die gleichen Haltungsbedingungen wie für die meisten anderen Hühnerrassen. Ein geräumiger und sauberer Stall ist ebenso eine Grundvoraussetzung wie die Haltung in der Gruppe. Hühner sind höchst soziale Tiere, die keinesfalls allein leben sollten.

Für ein, mit Kieselkur angereichertes, Sandbad sind auch die Leghorns dankbar. Auch für das fröhliche Scharren in verschiedenen Böden sollte man sorgen.

Bei sehr frostigen Temperaturen sollte man den Kamm sowie den Kehllappen der Hühner mit einer säurefreien Fettcreme eincremen. Hierzu eignet sich am besten Vaseline. Ansonsten drohen Erfrierungen.

Legeleistung und Eierdetails

eierdetails-leghornhuhnDas Leghorn Huhn punktet nicht nur mit seinem hübschen Äußeren, sondern auch mit seiner Legeleistung. Mit etwa 250 Eiern im ersten Legejahr zählt es, gute Haltungs- sowie Fütterungsbedingungen vorausgesetzt, zu den leistungsstärksten Rassen. Selbst im dritten Lebensjahr schafft das Leghorn noch etwa 160 Eier.

Der Bruttrieb ist nicht sehr ausgebildet, so dass der Halter kaum mit Überraschungen in dieser Hinsicht rechnen muss. Dies kann jedoch auch ein Nachteil sein. Wer gern Küken möchte, der muss eine Leihhenne hinzuziehen oder einen Inkubator. Dem Leghorn muss der Halter bei der Aufzucht der Küken also definitiv unter die Flügel greifen.

Die Eier sind von reinweißer Farbe und wiegen bis zu 60 Gramm. Die Regel ist ein Gewicht von 55 Gramm. Das Leghorn zählt zu den Winterlegern, so dass der Halter auch während der kalten Jahreszeit mit einigen Eiern rechnen darf.

Fütterung des Leghorn Huhns

Bei der Hühnerhaltung gilt die Faustregel: Je größer die Legeleistung, desto mehr und hochwertigeres Futter benötigt das Tier. Auch wenn das Leghorn Huhn über einen sehr großen Auslauf mit einem breiten Futterangebot verfügt, so sollte doch stets zusätzliches Kraftfutter bereit stehen.

Wichtig ist vor allem die Zugabe von Kalk. Dieser ist vonnöten, um die optimale Entwicklung nicht nur der Hühner, sondern auch der Eier zu gewährleisten. Man gibt also stets ein wenig Muschelkalk zum Futter hinzu.

Selbstverständlich freut sich jede Hühnerrasse über einen Misthaufen oder Kompost im Garten. An solchen Stellen ist besonders viel Futter zu finden und das Scharren macht dem Huhn überdies noch Freude.

Das Leghorn Huhn für Anfänger

Das Leghorn Huhn gilt als sehr robust und damit anfängerfreundlich. Im Prinzip kann man bei der Haltung des Leghorns kaum etwas falsch machen, solange ein genügend großer Auslauf, ein artgerechter Hühnerstall, eine mehrere Tiere umfassende Hühnerschar und hochwertiges Futter vorhanden sind.

Herkunft

Der Name „Leghorn“ bezeichnet keineswegs eine anatomische Besonderheit des Legeapparates, sondern bezieht sich auf den Ursprung der Rasse. Leghorn ist schlicht die englische Bezeichnung des italienischen Küstenortes Livorno, aus dem die Urväter dieses Huhnes stammen. Die Urväter wurden 1835 nach Amerika verschifft, um dort eine neue Rasse zu züchten. Vor dem ersten Weltkrieg kamen dann einige Zuchttiere nach Deutschland, wo die Rasse weitergezüchtet wurde.

Tipps vom erfahrenen Hühnerhalter

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Möchte man nicht extra Muschelkalk kaufen, können auch die Eierschalen wiederverwertet werden, indem man diese dem Hühnerfutter zugibt. Allerdings sollte man die Eierschalen sehr fein mahlen, damit das Huhn diese nicht wiedererkennt und anfängt, an den frisch gelegten Eiern herumzupicken.

Das Leghorn Huhn wird durchaus zahm. Allerdings bleibt es stets ein wenig temperamentvoller als manch andere Hühnerrasse. Daher ist es als Familienhuhn nur bedingt geeignet. Generell wird es, auch aufgrund seiner Legeleistung, als Wirtschaftshuhn bezeichnet.

Um die Legeleistung zu erhöhen, kann man im Stall künstliches Licht anbringen. Dies bringt den Vorteil, dass die Hühner auch in der kalten Jahreszeit viele Eier legen. Allerdings sollten die Hühner auch regelmäßige Legepausen bekommen, denn diese brauchen sie zur Erholung.

Das Leghorn gibt es auch in der Zwergenvariante. Wer nur einen kleineren Auslauf zur Verfügung hat, kann auch auf die Haltung der Zwergrasse zurückgreifen, die es immerhin noch auf die stolze Legeleistung von bis zu 180 Eiern pro Jahr bringt. Allerdings sind die Eier selbstverständlich nicht ganz so groß wie die des großen Rassevertreters. Sie bringen etwa 35 Gramm auf die Waage.


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