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Campbell Ente

Steckbrief + -
Gewicht: 2,5kg
2,0kg
Winterleger:
Legeleistung: 250
Eierfarbe: weiss_gruenlich
Anfängerrasse
Vor der Anschaffung der ersten Enten gibt es einiges zu beachten. Der foglende Ratgeber hilft dir dabei unnötige Fehler zu vermeiden.

Die Rasse Campbell wurde in England von Adele Campbell aus Rouenenten, rehfarbigen Laufenten und Stockenten erzeugt. Die Campbell Enten sind in der Haltung sehr unkompliziert. Sie sind unter den Entenrassen die fleißigsten Eierleger und liefern in kurzer Zeit gutes Fleisch. Die Lebenserwartung beträgt im Durchschnitt 8 bis 10 Jahre.

Merkmale und Charakter

Bei uns gibt es die Campbell Enten in den Farbschlägen braun-dunkelwild und weiß. In mehreren europäischen Ländern ist eher khakifarben standarisiert. Bei den Enten sind die Farbnuancen von dunkel bis hell sandfarben, bei den Erpeln ist der Kopf deutlich dunkler als der restliche Körper.

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Die Campbell Enten sind sehr sozial, verträglich, agil und leise. Sie besitzen Ausdauer, um ihren Auslauf schneckenfrei zu halten und sind emsig auf der Suche nach Kleininsekten.

Sie zählen aufgrund ihrer guten Legeleistung von rund 200 bis 300 Eiern pro Jahr und ihrem saftigen Fleisch zu den sogenannten Mehrzweck-Rassen.

Die Campbells haben keinen weißen Ring um ihren Hals und eine Ente wiegt 2,0 kg und ein Erpel 2,5 kg. Vom Aussehen her ist der Körper walzenförmig, der Gang ist aufgerichtet. Sie ist leicht gebaut, aber trotzdem gut gerundet und nicht schlank. Sie kann nicht fliegen.

Herkunft

Die Rasse Campbell wurde 1898 als erste Entenrasse freigegeben für die Öffentlichkeit. Im Jahr 1941 tauchten Khaki Campbells erstmals in den Vereinigten Staaten auf. Die Zahl dieser Rasse war in Amerika stabil geblieben oder zurückgegangen. In den 70er Jahren hat die Campbell-Rasse jedoch eine Renaissance erlebt. Durch den guten Ruf als gut eierlegende Rasse waren die Importe weiter angestiegen.

Haltung

Campbell Enten sind robust und wetterhart. Tagsüber sollten sie über genug Freilauf verfügen, damit sie ihrer Freude am Suchen von Schnecken und Insekten nachkommen können. Außerdem benötigen sie als Wassergeflügel eine Möglichkeit zum Baden, entweder einen Teich, eine ausgediente Badewanne oder ähnliches. Sauberes Trinkwasser muss zudem jederzeit zur Verfügung stehen.

Vergesellschaftung

Campbell Enten können mit Hühnern zusammengehalten werden. Nachts jedoch sollten sie in getrennten Ställen untergebracht werden, wenn den Enten Wasser und Futter zur Verfügung gestellt wird.

Entenställe sind in der Regel eher nass, Hühner mögen lieber trockene Schlafgemächer. Während der Brut sollte die Ente einen abgetrennten Bereich, zum Beispiel in einer größeren, luftdurchlässigen Holzkiste, haben.

Auch können unterschiedliche Entenrassen, zum Beispiel Campbell Enten mit Laufenten zusammengehalten werden. Hier ist jedoch auch bei der Brut darauf zu achten, dass die brütende Ende separiert wird.

Eier und Brut

Campbell Enten sind fleißige Eierleger. Sie legen in den ersten beiden Lebensjahren zwischen 200 und manche sogar bis zu 300 Eier pro Jahr. Ab dem dritten Lebensjahr nimmt die Eierproduktion etwas ab. Die Schalenfarbe ist weiß bis grünlich.

Hinweis: Bruteier haben ein Mindestgewicht von 65 g.

Nur wenige Entenrassen brüten gerne. Deshalb ist bei den Campbell Enten die Kunstbrut einer Naturbrut vorzuziehen.

Kunstbrut

Bei der Aufzucht von Kunstbrut müssen die Entenküken die ersten Lebenstage bei konstant warmen Temperaturen zwischen 30 und 32 in geschützter Umgebung (z. B. im Haus) gehalten werden. Die Temperatur sollte wöchentlich leicht gesenkt werden und mit ca. 20 bis 25 Tagen kann der Nachwuchs bei angenehmer Aussentemperatur in einen geschützten Stall mit gut gesichertem Auslauf umziehen.

Wasser muss den Entenküken ab dem ersten Tag zur Verfügung stehen. Zum Baden sollte zudem ein flache Schale oder ein Blumentopfuntersetzer verwendet werden, damit sie nicht ertrinken können.

Geschlechtserkennung

Die Geschlechtererkennung erfolgt am besten über die Stimme, nach ein paar Wochen kann man deutliche Unterschiede erkennen. Die Enten quaken und bei Erpeln kommt ein heiseres räp räp.

Bei Entenküken kann man auch den sogenannten Kloakentest machen. Es wird aber empfohlen, dies unter fachkundiger Hilfe vorzunehmen. Hierzu wird die Kloake nach außen gestülpt und das Geschlechtsmerkmal wird somit erkennbar.

Bei ausgewachsenen Tieren kann man am Gefieder ebenfalls erkennen, wer Ente und wer Erpel ist. Die Enten haben ein schlichtes, kaum auffälliges Gefieder, die Erpel hingegen haben ein schimmerndes Gefieder und einen deutlich dunkleren Kopf.

Fütterung

Die Campbell Enten benötigen eine ausgewogene und kalorienreiche Ernährung, um die bestmögliche Fleisch- und Eiproduktivität aufrechterhalten zu können. Sie sollten von klein an Zugang zu frischem Grünfutter (Wiese, kleingehackte Brennessel, Salat usw.) haben.

Hinweis: Bei der Fütterung von Gemüse, wie Karotten, Topinambur, Salatgurke usw. sollten die Stücke nicht zu groß sein, damit die Enten nicht daran ersticken können.

Futtermittel die im Einzelhandel für Enten angeboten werden, sind völlig ausreichend. Zusätzliche Mineralquellen sind zermörserte Muscheln, bzw. Muschelgrit und Eierschalen.

Im Winter sollte die Fütterung fettreicher ausfallen. Umwelteinflüssen gegenüber sind sie sehr widerstandsfähig, jedoch sollten Zugluft und Nässe vermieden werden.

Entenküken sollten mit speziellem Entenstarter gefüttert werden.

Tipp: Wenn der Entenstarter in trockenem Zustand nicht gut aufgenommen wird, kann es mit etwas Wasser vermischt werden. Außerdem kann gekochtes und zerkleinertes Eigelb zusätzlich gegeben werden.

Tipps und Fazit

Sie sind wegen ihrer unkomplizierten Art sehr gut für Neueinsteiger geeignet. Da sie als Zweinutzungsrasse gelten, liefern sie außer Eiern auch gutes Fleisch, weil sie nicht fett sind. Bei guter Pflege können sie nach 4 Monaten schon ein Schlachtgewicht von 2,5 kg erzielen. Alles in allem eine gut geeignete Rasse für Anfänger, die unter artgerechter Haltung und Pflege viel Freude bereitet.

Beachten sollte man allerdings, dass man Campbell Enten bei Rassezüchtern kaufen sollte, denn die angebotenen Tiere bei Geflügelhändlern sind meist keine reinrassigen Campbells.

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Häufige Fragen:

Stammen Campbell-Enten von den Auckland-Enten ab?

Die Campbell-Ente gilt als Unterart der flugunfähigen Aucklandente und wird manchmal noch als Campbell-Aucklandente bezeichnet. Sie gehört weltweit zu den seltensten Entenvögel.

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