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Allgemeines zum Altsteirer Huhn

Altsteirer Hühner werden zu den mitteleuropäischen Landhühnern gezählt und zeichnen sich durch Wetterfestigkeit und Widerstandsfähigkeit aus. Mit ihrem Federschopf am Kopf und ihren weißen federlosen Läufen bereichern diese freiheitsleibenden Tiere jede Hühnerschar.

Das Altsteirer Huhn für Anfänger

Wer mit einem großen Grundstück fernab von Straßen und gepflegten Vorgärten ausgestattet ist, bekommt mit Altsteirer Hühnern eine pflegeleichte und robuste Hühnerschar. Die Landhühner sind gerne und ausgiebig in freier Natur unterwegs und versorgen sich selbst mit Futter.

Da sie ausgezeichnet fliegen können, stellt ein Zaun kein Hindernis für die Hühner dar. Lediglich in den Wintermonaten muss die Futtersuche mit geeignetem Futter unterstützt werden. Da sie so freiheitsliebend sind, werden Altsteirer Hühner in der Regel nicht besonders zahm. Für einen kleinen Garten in einem Wohngebiet sind sie absolut nicht geeignet.

Legeleistung und Eierdetails

eierdetails-altsteirerMit einer Legeleistung von 180 – 200 Eier im Jahr könnte man die Altsteirer Hühner schon fast zu den Legehennen zählen. Da das zarte, weiße Fleisch dieser Rasse jedoch nicht zu verachten ist, zählen die Altsteirer zu den Zwiehuhnrassen.

Die Eier haben durchschnittlich ein Gewicht von 55 Gramm und eine cremefarbene Schale. Die Hennen sind gute Brüterinnen und kümmern sich fürsorglich um ihre Küken. Hühner, die in den frühen Sommermonaten schlüpfen, fangen bereits zur Wintersaison mit dem Legen an.

Die Haltung des Altsteirer Huhns – so gelingt´s

Am einfachsten lassen sich die Altsteirer Hühner auf einem unbegrenzten Areal halten. Hier suchen sie sich ihr Futter bis auf die Wintermonate überwiegend selbst und sind auch bei schlechtem Wetter gerne draußen. Durch ihre Naturverbundenheit sind sie sehr widerstandsfähig und gesund und stellen auch an den Stall keine großen Ansprüche.

Problematisch wird es nur, wenn das Gelände eingezäunt und somit beschränkt ist. Altsteirer können nicht nur hoch, sondern auch weit fliegen und machen davon auch gerne Gebrauch. Wen Sie sich an einer zutraulichen Hühnerschar erfreuen möchten, ist diese freiheitsliebende und sehr mobile Hühnerrasse leider eher nichts für Sie. Wer sich aber an dem emsigen Treiben erfreuen möchte und möglichst wenig Arbeit mit seinen Hühnern haben will, darf sich mit diesen Artgenossen glücklich schätzen.

Bei großzügigem Freigang sind die Altsteirer Hühner untereinander ausgesprochen friedfertig und brauchen wenig Aufsicht.

Fütterung des Altsteirer Huhns

Altsteirer Hühner suchen sich ihr Futter am liebsten selbst. Da sie idealer weise auf einem großen Gelände gehalten werden, braucht es nur in den Wintermonaten etwas Zusatzfutter. Frisches Wasser sollten die Tiere allerdings stets in Stallnähe zur Verfügung haben.

Da Altsteirer wenig zutraulich werden, ist von häufiger Zufütterung mit Küchenresten oder zusätzlichem Obst und Gemüse abzusehen, da es nur selten angenommen wird. Für Abwechslung sorgen Sträucher mit Beeren und einige Kräuter, die im Gelände angebaut werden.

Herkunft und Merkmale

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Altsteirer Hühner wurden aus dem, seit dem 14. Jahrhundert bekannten, alten Steirischen Landhuhn überwiegend in der Steiermark in Österreich gezüchtet. Leider wurde ihre Rasse durch viele Einkreuzungen im 19. Jahrhundert fast ausgelöscht. Eifrige Züchter sammelten um 1885 die wenigen verbliebenen Altsteirer Hühner ein und erhielten so die Rasse in ihrer ursprünglichen Form.

Altsteirer Hühner zählen bis heute zu den im Bestand gefährdeten alten Hühnergattungen. Die weißen Altsteirer sind sogar auf der Liste der vom Aussterben bedrohten Hühnerrassen.

Von den ursprünglichen Farben sind heute nur noch die wildfarbigen und die seltenen weißen Gefiederfarben übrig geblieben.

Bei der wildfarbenen Züchtung zeigt sich der Hahn mit deutlich bunterem Gefieder und glänzendem Schwarz und Grün in den Flügel- und Schwanzfedern. Hahn und Henne haben beide weiße Läufe, leuchtend rote Augen und weiße Ohrscheiben.

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Der Kopf wird von einem auffälligen Federschopf (eine Einzüchtung von den Paduanern) und einem ebenfalls kräftig rotem Kamm geprägt. Der Körper ist besonders bei den Hennen fast waagerecht und zeigt eine ausgeprägten Legebauch sowie eine tiefe, kräftige Brust.

Hähne erreichen ein Gewicht von bis zu 3 Kilo, Hühner wiegen zwischen 2 und 2,5 Kilo.

Tipps von erfahrenen Hühnerzüchtern

Für weitere Farbschläge wie gesperbert und blau-wildfarben laufen mittlerweile Anerkennungsverfahren. Gefieder in schwarz-kupfer und schwarz wurden bei den Altsteirer Hühnern ebenfalls in Deutschland gesichtet. So besteht Hoffnung, dass es diese alte Hühnerrasse irgendwann wieder in ihrer ursprünglichen Farbenvielfalt zu sehen geben wird.


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