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Brahma

Steckbrief + -
Gewicht: 5,0kg
4,5kg
Winterleger:
Legeleistung: 1. Jahr= ca. 140
2. Jahr= ca. 140
Eierfarbe: eifarbe_gelblich-rotbraun
Kategorie: Fleischhuhn
Anfängerrasse
Vor der Anschaffung der ersten Hühner gibt es einiges zu beachten. Der foglende Ratgeber hilft dir dabei unnötige Fehler zu vermeiden.

Allgemeines zum Brahma Huhn

Groß, größer, Brahma. Diese Hühner gehören zu den größten Hühnerrassen der Welt bei der ein Hahn aufgerichtet bis zu 75cm und die Henne bis zu 60cm groß werden kann.

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Mit seinen befiederten Füßen und der stolzen Brust eine durchaus imposante Erscheinung wobei der Gang nicht zuletzt auch durch die großen befiederten Füße etwas an eine Ente erinnert.

Hinweis: Im Größenvergleich mit einem „normalen“ Huhn, welches rund 55cm groß wird, werden die Größenunterschiede schnell deutlich.

Merkmale

Ein Brahma Huhn kann bis zu 4,5 kg schwer werden und ein Hahn erreicht stattliche 5 kg und mehr.

Ihr sogenannter Erbsenkamm wird aus drei Reihen kugelförmigen Erhebungen gebildet, ähnlich wie beispielsweise auch beim indischen Kämpfer, wobei die mittlere Reihe erhaben hervortritt.

Aufgrund seiner kleinen Größe, ist der Erbsenkamm ist auch in den Wintermonaten gegen Kälte und Eis unempfindlich. Er verleiht dem Kopf der Brahma zudem ein adlerähnliches Aussehen.

brahma_huhn_vorstellung

Er ist ebenso wie die Ohr- und Kehllappen von einer kräftigen roten Farbe. Die orange-roten Augen leuchten unter deutlich abgezeichneten Augenbrauen und tragen zur Schönheit dieser Hühnerrasse bei.

Am auffälligsten sind aber die reich befiederten, kräftig gelben oder honigfarbenen Läufe. An ihnen kann man auch leicht erkennen ob es sich um ein reinrassiges Brahma Huhn oder ein Mischlingshuhn handelt. Mischlinge haben an der mittleren Zehe keine Befiederung, echte Brahmas hingegen schon.

Bei den heutigen Züchtungen sind insgesamt neun Farbschläge anerkannt:

  • (ehemals hell) weiß-schwarz
  • (ehemals dunkel) silberfarbig gebändert
  • Gelb-schwarzcolumbia
  • Rebhuhnfarbig gebändert
  • Blau-rebhuhnfarbig gebändert
  • Blau
  • Schwarz
  • Gelb-blaucolumbia
  • Blau-silber gebändert mit orangfarbigem Rücken (BSO)

Neben der großen Gattung gibt es für den kleineren Garten auch Zwerg-Züchtungen.

Das Zwerg-Brahma-Huhn bringt dann nur ca. 1kg auf die Waage, ein Hahn kann bis zu 1,5 kg erreichen. Befiederung, Farbgebung und Verhalten sind hingegen genau wie bei der großen Form.

Die Haltung des Brahma Huhns

Obwohl diese Gattung ein dichtes Federkleid besitzt und wetterhart ist, sind die Läufe auf Grund ihrer Befiederung gegen Nässe empfindlich. Daher muss man sowohl im Stall als auch im Freilauf vermehrt auf Hygiene und trockene Plätze achten.

Für die Pflege des Gefieders ist ein Sandbad ideal und auch sonnige Plätze werden gerne aufgesucht.

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Da sie sehr schreckhaft sind und ihr Heil nicht in der Flucht suchen, sollte der Auslauf für die Brahma Hühner viele Versteckmöglichkeiten und Rückzugsmöglichkeiten bieten.

Im Stall müssen sich die Sitzstangen und Legenester in bodennäher befinden, da es beim Absteigen aufgrund des hohen Gewichtes ansonsten zu Verstauchungen der Füße kommen kann. Eine gute Höhe für die Sitzstangen liegt bei etwa 40-50cm.

Damit die Sitzstangen zu den großen Hühnern passen, müssen diese ca. 6 cm breit sein und über abgerundete Kanten verfügen.

Tipp: Es gibt immer mal wieder Hühner, welche trotz der Sitzstangen auf den Boden sitzen bleiben. Diese müssen an ein paar Abend auf die Sitzstange gehoben werden, bis sie sich an den Schlafplatz auf der Sitzstange gewöhnt haben.

Was die Stallfläche betrifft, so benötigen die Riesenhühner mindestens 1qm für 3 Tiere.

Die friedliebenden Tiere werden schnell zahm, lassen sich gerne streicheln und aus der Hand füttern, vertragen aber weder Hektik noch Lärm. Daher eigenen sie sich nicht für die Haltung in einer dicht besiedelten Wohngegend, sondern bevorzugen ein ruhiges, abgelegenes Plätzchen.

Tipp: Die Brahmas sind nicht besonders krähfreudig und krähen, wenn dann eher leise, was auch eine Haltung mit etwas empfindlicheren Nachbarn ermöglicht.

Brahmas fliegen zwar so gut wie nicht, können aber aus dem Stand durchaus einen 1,5 Meter hohen Zaun überspringen und ein beachtliches Tempo erreichen.

Vergesellschaftung mit anderen Hühnern

Die Brahmas lassen sich gut mit anderen großen Hühnerrassen vergesellschaften. Gut geeignete Hühnerrassen sind beispielsweiße Australorps, Cochins und Orpingtons.

Diese Hühnerrassen liegen mit etwa 5-8 kg nicht nur in einer ähnlichen Gewichtsklasse, sie passen auch ansonsten gut zu den Brahmas.

Legeleistung und Eierdetails

Im Verhältnis zu der Körpermasse fallen die Eier der Brahmas mit einem Gewicht von ungefähr 53 Gramm klein aus.

Die Schalen haben eine gelblich rote bis gelblich braune Färbung, können aber auch cremeweiß sein.

Im ersten Lege-Jahr werden bis zu 140 Eier gelegt. Im zweiten Jahr werden es dann schon deutlich weniger und man sollte nur noch mit bis zu 100 Eiern rechnen, wobei sich hier eine ausgewogene Fütterung, eine entsprechende Abstammung und natürlich auch eine artgerechte Haltung stark bemerkbar machen.

eierdetails-brahmahuhn

Die jungen Brahmas sind etwas spätreif und beginnen „erst“ mit etwa acht Monaten zu legen. Möchte man mit dieser Rasse erfolgreich züchten, sollten auf einen Hahn nicht mehr als zwei bis drei Hennen kommen.

Da die Brahmas gerne brüten, kann die Nachzucht oftmals mit der Naturbrut erfolgen. Leider kommt es jedoch immer mal wieder vor, dass die Hühner wegen ihrem Gewicht die Bruteier zerbrechen, daher ist eine häufigere Kontrolle des Geleges notwendig.

Da die Küken nur langsam wachsen und sich mit ihrem Federkleid Zeit lassen, sollte die Brut nur im zeitigen Frühjahr stattfinden. Hierbei sind Brahma Hennen jedoch ausgesprochen liebevolle und fürsorgliche Glucken.

Leider häuft sich bei dieser Rasse in letzter Zeit die Anfälligkeit gegen die Marek-Krankheit. Küken sollte man daher frühzeitig impfen lassen.

Geschlechtserkennung

Die Frage welchen Geschlechtes der Nachwuchs ist, brennt jedem Hühnerhalter schon im frühen Kükenalter unter den Nägeln. Bei den rebhuhnfarbig-gebänderten oder auch den blau-rebhuhnfarbig-gebänderten Brahmas lässt sich das Geschlecht recht früh am unterschiedlichen Sattelgefieder erkennen. Hierbei läuft das Gefieder beim Hahn spitz aus, bei der Hennen ist es hingegen deutlich runder.

Bei anderen Färbungen wie beispielsweise gelb-schwarz oder auch weiß-schwarz müssen wir uns leider länger gedulden, da die Unterschiede erst mit etwa 6-9 Monaten ersichtlich sind.

Da die Brahmas einen sehr freundlichen Charakter haben, können oftmals auch mehrere Hähne gemeinsam gehalten werden. Wichtig ist hierbei allerdings, dass die Hähne bereits von Jung an zusammengehalten werden

Fütterung des Brahma Huhns

Brahmas sind eifrige Futtersucher und verspeisen auch gerne einmal ein kleine Maus oder anderes Getier in dieser Größe.

Dennoch reicht ihnen das gefundene Fressen in der Regel nicht aus und man muss sie mit proteinreichem Futter und Kalk zusätzlich versorgen.

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Tipp: Was die Futtermenge für Brahmas angeht, so hängt diese natürlich stark davon ab wieviel die Tiere im Freilauf finden. Als Anhaltspunkt kann man rund 150-200gr. pro Tier und Tag rechnen, wobei das Futter am besten im Futterspender zur freien Verfügung stehen sollte.

Frisches Trinkwasser sowie Obst und Gemüse gehören selbstverständlich dazu. Auch gekochte Nudeln, Kartoffeln oder Eier sowie unverdorbene Küchenreste darf man zwischendurch gerne reichen.

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Für die benötigten Proteine können es neben einer geeigneten Futtermischung auch Mehlwürmer oder hin und wieder etwas körniger Frischkäse und Quark sein.

Hinweis: Im Winter ist eine energiereiches Futter besonders notwendig, da die Hühner viel Energie für die Aufrechterhaltung der Körpertemperatur benötigen!

Das Brahma Huhn für Anfänger

Brahma Hühner zeichnen sich durch ihre Ruhe und Zutraulichkeit aus. Allerdings sind sie anfällig für Stress und können in Extremsituationen sogar einfach tot umfallen. Daher bevorzugen sie ein ruhiges, beschauliches Plätzchen für ihren Auslauf.

Obwohl sie als ausgewachsene Tiere keinen großen Platzbedarf haben, sollten sie sich bei der Futtersuche ausgiebig bewegen können, da sie sonst zu Fettleibigkeit neigen.

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Die langsam wachsenden Tiere stellen bei der Aufzucht einige Ansprüche an die Futterzusammensetzung und sind daher für unerfahrene Hühnerhalter nicht zu empfehlen.

Herkunft

Bekannt wurden die Brahmas gegen 1850 in den USA, wobei nicht geklärt ist, ob sie in den Vereinigten Staaten erstmals gezüchtet wurden oder ein Import aus den indischen Kolonien sind.

Im heutigen Brahma Huhn wurden asiatische Rassen wie Cochin, Chittagong und Malaien Hühner eingekreuzt.

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In den europäischen Raum gelangte das Brahma Huhn, als ein gewisser Mr. Burnham der englischen Königin einen Zuchtstamm dieser Hühnerrasse schenkte.

Nach Nürnberg kamen einige Exemplare durch einen Konsul Geisse, der diese von Philadelphia nach Deutschland brachte. Von da an war die Rassegeflügelzucht um eine imposante Gattung reicher.

Das Brahma als Speisehuhn

Aufgrund Ihrer Größe, verfügen die Brahmas über einen hohen und sehr leckeren Fleischanteil, wodurch sie sich besten zum Verzehr eignen.

Hierbei ist jedoch leider zu beachten, dass das Fleisch mit zunehmendem Tieralter schnell auch etwas zäher wird. Hat das Brahma das erste Lebensjahr überschritten, so sollte es nicht mehr als Brathähnchen, sondern mit einer langsamen Garmethode zubereitet werden.

Hinweis: Das Brahma verfügt aufgrund seines großen Körperbaus über einen etwas höheren Knochenanteil.

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Tipps vom erfahrenen Hühnerhalter

Brahma Hühner sind wegen ihres langsamen Wachstums und ihrer eher geringen Legeleistung keine reinen Wirtschaftshühner. Wer sich für die Haltung dieser großen Rasse entscheidet, tut dies in erster Linie aus Liebe zu diesen friedliebenden und freundlichen Tieren.

Gleichgestimmte Hühnerhalter lassen sich beispielsweise beim „Sonderverein der Züchter des Cochin-, Brahma- und Zwerg-Brahma-Huhnes e.V.“ finden. Dieser ist zudem auch eine super Anlaufstelle für den Kauf von Tieren oder Bruteiern aus einer vernünftigen Zucht. Am besten einfach Kontakt aufnehmen und nach einem entsprechenden Züchter fragen.

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Ebenso sind die Brahmas insbesondere mit zunehmendem Alter sehr für Stress anfällig, was zu einem plötzlichen Herztod führen kann. Reinrassige Brahmas können selten älter als 5 Jahre werden, sind die Tiere des Öfteren Stress ausgesetzt, so geht die Lebenserwartung eher gegen max. 3-4 Jahre.

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