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Zwerg New Hampshire

Steckbrief + -
Gewicht: 1,3kg
1,1kg
Winterleger:
Legeleistung: 1. Jahr= 160
2. Jahr= 160
Eierfarbe: eifarbe_braun
Kategorie: Zwerghuhn
Anfängerrasse
Vor der Anschaffung der ersten Hühner gibt es einiges zu beachten. Der foglende Ratgeber hilft dir dabei unnötige Fehler zu vermeiden.

Allgemeines

Das Zwerg New Hampshire ist ein ruhiges und robustes Zwerghuhn. Es zeichnet sich zudem dadurch aus, dass es sehr genügsam und unkompliziert ist.

Es ist daher auch nicht verwunderlich, dass diese Zwerghuhnrasse, die zudem durch ihre Frühreife, ihre Wetterfestigkeit, ihre ausgesprochen gute Futterverwertung sowie ihrer hohen Legeleistung überzeugt, zu den am weitesten verbreiteten Zwerghuhnrassen gehört.

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Ebenfalls sehr schön ist, dass die verzwergten Hühner bei etwas Zuneigung recht schnell zutraulich werden, was diese auch für Familien mit Kindern interessant macht.

Merkmale

Der Körper des Zwerg New Hampshire Huhn muss breit gebaut sein und auch die leicht durchgebogen Rückenpartie sowie die Schultern müssen breit ausfallen. Was die die Brust betrifft, so muss diese voll und imposant sein.

Ein weiteres Merkmal ist, dass der Sattel nicht schmaler als die Schultern sein sollte. Der Stand des Zwerg New Hampshire ist zudem deutlich frei. Es hat kräftige Schenkel und mittellange Läufe.

Der Hahnenschwanz wird etwas geöffnet getragen und ist seitlich mit abdeckenden Neben- und hinten mit breiten Hauptsicheln besetzt. Der Schwanz der Henne ist breit angesetzt und sollte etwas geöffnet sein.

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Die Kopfbehänge sollten keine Abweichungen zeigen. Die Augen des Zwerg New Hampshire sind orange bis rötlich braun.

Die Henne wiegt bis zu 1100g und der Hahn circa 1300g. Das Zwerg New Hampshire gibt es in den Farbschlägen goldbraun und weiß.

Haltung

Trotz ihres ruhigen und unkomplizierten Auftretens sind Zwerg New Hampshire Hühner sehr lebhafte und neugierige Tiere. Dies sollte bei der Wahl des Auslaufs beachtet werden.

Der Auslauf sollte einen Zaun von mindestens 150 cm bis 160 cm Höhe haben. Es kann allerdings dennoch vorkommen, dass das ein oder andere flugfreudige Huhn über den Zaun gelangt. Möchte man dies verhindern, ist es für das Huhn überhaupt nicht schmerzhaft, wenn man die Handschwingen an einem Flügel um 2 bis 3 cm kürzt.

Aufgrund ihrer Robustheit gegenüber schlechtem Wetter benötigen tagsüber sie nur einen Unterstand, in dem sie sich aufhalten können wenn es regnet.

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Wie für alle Geflügelarten ist ein verschließbarer Stall für die Nacht ein Muss. Er schützt vor Fressfeinden wie Marder, Ratten und Füchse.

Die optimale Haltungsform sind Gruppen von circa 4 bis 5 Hennen und einem Hahn. Der Hahn bewirkt unter anderem, dass die Gruppe ausgeglichener ist.

Legeleistung und Eierdetails

Die Legeleistung der Zwerg New Hampshire ist für ein Zwerghuhn sehr gut. Im Jahr legt die Henne circa 160. Diese sind braun und wiegen ungefähr 50 g, vereinzelt auch mal 55 g.

Wissenswert ist, dass die Hühner bereits mit circa 6 Monaten mit dem Eierlegen beginnen.

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Fütterung

Zwerg New Hampshire sind in der Fütterung sehr genügsam und gute Futterverwerter. Sie fressen nahezu alles was sie im Auslauf finden können.

Dennoch benötigen sie ein hochwertiges Zwerghuhnfutter, um alle wichtigen Nährstoffe aufnehmen zu können.

Das absolute Highlight für das Huhn ist ein leckerer Mehlwurm für zwischendurch. Gern nimmt es auch Küchenreste, wie zum Beispiel gekochte Kartoffeln, Reis, Nudeln, Obst und Gemüseschalen, an.

Um die Bildung der Eischale im Hennenkörper zu unterstützen, kann man getrocknete Schalen vom Frühstücksei zerkleinern und zum Picken anbieten.

Das Zwerg New Hampshire für Anfänger

Aufgrund seiner überaus einfachen und anspruchslosen Haltungsform ist das Zwerg-New Hampshire hervorragend für Anfänger und ebenso gut für Kinder geeignet.

Die Zwerge gewöhnen sich schnell an den Menschen, der sie täglich versorgt und suchen sogar dessen Nähe. Egal ob Hahn oder Henne, sind sie erst einmal zutraulich genießen sie gern ihre täglichen Streicheleinheiten und das Familien Dasein.

Herkunft

Die Großform, das New Hampshire, kommt ursprünglich aus den USA. Das Zwerg New Hampshire hingegen hat seine Wurzeln in Österreich. Hier wurde ab 1960 erstmalig versucht die Zwergform zu erzüchten. Da aber der Erfolg der Erzüchtung nicht zufriedenstellend war, wurde die Zucht vorerst wieder eingestellt.

Erst zu Beginn der Sechzigerjahre gelang schlussendlich die Miniaturausgabe bei E.Runne und A. Zumpe in Dresden. Die Ausgangstiere hierfür waren Zwerg Welsumer, Zwerg Wyandotten, Antwerpener Bartzwerge und die Großrasse New Hampshire. Dennoch hatten anfänglich noch viele Tiere eine Übergröße.

In Deutschland wurde die Rasse 1961 anerkannt und sind seit dem sehr stark verbreitet.

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Tipps vom erfahrenen Hühnerzüchter

Die Zwerg New Hampshire Henne hat einen nicht so guten Bruttrieb, da in der Zucht dieser Hühner mehr Wert auf Legeleistung und Fleisch gelegt wurde.

Wer diese Rasse somit erfolgreich züchten möchte, sollte zur Kunstbrut und dem Einsatz eines Brutautomaten greifen. Eine weitere Möglichkeit der Brut ist das Unterlegen der befruchteten Eier unter eine fremde Glucke.

Ist eine Henne jedoch erfolgreich in der Naturbrut gewesen, wird sie sich sehr gut um ihre Küken kümmern.

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Küken aus der Kunstbrut benötigen unbedingt eine künstliche Wärmequelle, da sie ihre Körpertemperatur in den ersten Tagen noch nicht selbstständig halten können. Zudem dürfen sie auf keinen Fall nass werden. Passiert dies, bedeutet es häufig den Tod der Küken, da sie dann schnell auskühlen und erfrieren.

Sollen die kunstgebrüteten Küken bald die Außenwelt erkunden, darf dies nur unter Aufsicht des Menschen geschehen.

Alles in Allem erfordert die menschliche Kükenaufzucht sehr viel Wissen und Erfahrung. Ein super Anlaufpunkt ist daher der „Sonderverein der Züchter des Zwerg-New Hampshire Huhnes“, welcher sich sehr stark in der Erhaltung der Rasse engagiert.

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