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Allgemeines zum Marans Huhn

vorstellung_marans_huhn

Die Marans Hühner sind eine Besonderheit unter den Zwiehuhn-Rassen. Ihre Eier haben eine so dunkelbraune Schale, dass sie schon fast an Schokoladeneier erinnern. Allerdings lässt die intensive Färbung mit der Häufigkeit der Eier und dem Alter der Legehühner immer mehr nach. Ansonsten sind Marans aufgeweckte Hühner, die durchaus zahm werden können, menschliche Berührung aber weniger gern mögen.

Merkmale

Ein typisches Merkmal für die Marans Hühner sind die leicht befiederten Läufe. Aber auch bei reinrassigen Hühnern kann es vorkommen, dass die Befiederung komplett fehlt. Für die Freude an dieser Hühnerrasse und die schön gefärbten Eier hat das keine Bedeutung, wohl aber für die Zucht und auf Ausstellungen.

Ursprünglich waren die Marans nur in dem Farbschlag schwarz-kupfer bekannt. Doch mittlerweile sind für die Zucht auch die Farbschläge interessant geworden:

  • silberhalsig gesperbert
  • goldhalsig gesperbert
  • schwarz
  • schwarz-silber
  • gold-weizenfarbig
  • weiß
  • blau-kupfer
  • blau-silber
  • falb mit schwarzem Schwanz
  • columbia
  • gold-rebhuhnfarbig
  • silber-rebhuhnfarbig
  • splash

marans_roter_kamm_kehllappen_ohrlappenDie Hähne haben im Gegensatz zu den Hühnern eine sehr großen, leuchtend roten Einfachkamm sowie nicht zu übersehende Kehl- und Ohrlappen, die ebenfalls tiefrot sind. Bei den Hühnern ist Farbe und Größe des Kamms und der Kehl- und Ohrlappen deutlich weniger ausgeprägt. Die Farbe der Läufe ist bei den männlichen Marans genau wie bei den weiblichen von unscheinbarem Grau und mit leichter Befiederung.

Die Hähne können ein Gewicht von 3,5 bis 5 kg erreichen, die Hennen sollten zwischen 2,5 bis 3,5 kg wiegen.

Marans gibt es auch in Kleinform. Zwerg-Marans weisen die gleichen Merkmale wie ihre großen Artgenossen auf. Natürlich viel kleiner in der Statur und entsprechend leichter.

Die Haltung der Maran Huhnes

Marans sind sehr lebendige Hühner, die sich nicht zur reinen Stallhaltung eignen. Wenngleich sie ihren Halter erkennen und vertrauen, legen sie dennoch keinen großen Wert darauf eingefangen oder gestreichelt zu werden. Am liebsten sind sie den ganzen Tag unterwegs und begeben sich auf Futtersuche.

Auch das Fliegen beherrschen diese Hühner recht gut. Daher muss sowohl der Auslauf wie auch ein größeres Gelände zur Sicherheit mit einem hohen Zaun eingefriedet werden. Wenn der Auslauf nur begrenzt ist, sollte er zusätzlich mit einem Netz überspannt werden.

vergleich_dicke_eierschalen_huehnerrassenTrotz der Befiederung an den Läufen macht dieser Hühnerrasse Regenwetter nichts aus und sie stellen keine besonderen Ansprüche an die Bodenbeschaffenheit des Auslaufs. Der Stall sollte dennoch trocken sein und auch ein Sandbad darf nicht fehlen.

Marans sind fleißige Brüter und sorgen gut für ihre Küken. Da die Eier eine besonders dicke Schale haben, können sie auch nach längerer Lagerung noch zur Brut hergenommen werden.

Fütterung des Marans Huhns

marans_kueken_beim_picken

Marans lieben es umherzuschweifen und sich ihr Futter selbst zu suchen. Dennoch sollten sie mit Körnern, frischem Obst, Gemüse und Salat sowie gelegentlichen unverdorbenen Küchenresten zugefüttert werden. Erstens, weil sie sich dann besser an ihren Halter gewöhnen und nicht so scheu werden und zweitens, weil es der Legeleistung förderlich ist.

Wie alle anderen Hühnerrassen auch brauchen die Marans täglich frisches kühles Wasser, das idealerweise im Auslauf an mehreren Stellen in Tränken zur Verfügung steht.

Das Marans Huhn für Anfänger

Marans gehen keine allzu große Bindung mit ihren Haltern ein und gehören auch nicht zu den „Schmusehühnern“. Wer also eine Hühnerrasse sucht, die fleißig Eier legt und ansonsten sich selbst überlassen werden kann, ist mit den schokobraunen Legern gut bedient.

In dichteren Wohnsiedlungen mit kleinem Garten sollte man aber auf weniger agile Hühner setzen. Auch Kinder werden von den nicht handzahm werdenden Hühnern wenig begeistert sein. Da die Marans Hühner gut fliegen können, ist ein normaler Zaun nicht dazu geeignet den Hühnern ihr Revier zu begrenzen. Wer also keinen neuen Zaun mit ca. 2 Meter Höhe ziehen will oder den Auslauf mit einem Netz absichern möchte, findet sicher eine geeignetere Hühnerrasse.

Legeleistung und Eierdetails

eierdetails-maransMarans Hühner sind fleißige Eierleger. Ihre Legeleistung liegt im ersten Jahr bei 180 bis 200 Eiern. Die ersten Eier der Junghennen haben eine tiefbraune Schale und wiegen um die 65 g. Im Laufe der Zeit und mit der Menge an gelegten Eiern lässt die braune Farbe der Eierschalen etwas nach und hat mehr dunkelbraune Sprenkel. Dennoch heben sich die Eier deutlich von den anderen Eierschalenfarben ab. Das Ziel bei der Züchtung der Marans ist also weniger die Legeleistung, als vielmehr die möglichst dunkle Braunfärbung der Eier.

Herkunft

Wie auch bei vielen anderen Hühnerrassen haben die Marans Hühner ihren Namen von der Umgebung, aus der sie stammen. So hat diese Gattung ihren Ursprung in Marans, einem französischem Fischerdorf an der Westküste Frankreichs. Obwohl sie erst Mitte des 19. Jahrhunderts so richtig bekannt und beliebt wurden, wird vermutet, dass sie etwa ab dem späten 12. Jahrhundert gezüchtet wurden.
Doch erst 1914 erlangten die Marans erste Aufmerksamkeit als Rassehuhn auf einer Ausstellung und 1929 gründete sich der erste Rassezüchterverein.

In England wurde eine weitere Linie der Marans gezüchtet, deren Farbschläge, die in Frankreich und Deutschland anerkannten, Farben ergänzten.

Tipps vom erfahrenen Hühnerzüchter

Leider kommt es immer wieder vor, dass Hühnerhalter statt der erhofften Marans Hybriden mit ähnlicher Gefiederfärbung verkauft bekommen. Wenn dann die Junghennen mit dem Legen anfangen ist die Enttäuschung groß. Wer also sicher gehen möchte, dass er auch wirklich Marans Hühner bekommt, sollte sich an seriöse Züchter halten.


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